WETTKAMPFORDNUNG DJB

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

WETTKAMPFORDNUNG
Stand: 10. November 2007

INHALT SEITE
1.1 Regelungsbereich der Ordnung 5
1.2 Die Gremien des Sportverkehrs 5
1.3 Sportausschuss 6
1.4 Trainerausschuss 6
1.5 Bundesliga-Ausschuss 7
1.6 Regionalliga-Ausschuss/Regionalligatagung 8
1.7 Bundeskampfrichter-Ausschuss 8
2. GLIEDERUNG DES SPORTVERKEHRS 8
2.1 Wettkampfebenen 8
2.2 Veranstaltungen 9
2.3 Ausschreibung 9
2.4 Ehrenpreise 9
2.5 Bewerbung und Ausrichtung 10
2.6 Sportliche Leitung 10
2.7 Meldepflicht von Veranstaltungen 10
2.8 Kampfregeln 10
2.9 Wettkampfsystem 11
2.10 Kampfrichter 11
3. SPORTVERKEHR 11
3.1 Altersklassen 11
3.2 Gewichtsklassen 12
3.3 Wettkampfzeiten 14
3.4 Teilnahmeberechtigung 14
3.5 Ausländerstart 15
3.6 Startrechtwechsel 15
3.7 Meldungen 15
3.8 Beschickungsmodus 16
3.9 DJB-Berufungen 17
3.10 Wiegen 17
3.11 Erste Hilfe 18
3.12 Sonderregelungen Nachwuchsbereich 18
3.13 Werbung 19
4. LIGEN 20
Vorbemerkungen zu den Ligen 20
4.1 BUNDESLIGA 21
4.1.2 Bundesliga-Tagung 21
4.1.3 Bundesligausschuss / Liga-Exekutive 21
4.1.4 Mannschaftsstartgenehmigung 22
4.1.5 Einzelstartgenehmigung 23
4.1.6 Auslosung der Saison und bei den einzelnen Wettkampftagen 24
4.1.7 Bewertung 25
4.1.8 Kampfrichterkosten 26
4.1.9 Modus 1. Bundesliga Männer 26
4.1.10 Modus 2. Bundesliga Männer 29
4.1.11 Modus 1. und 2. Liga Frauen 32
4.2 REGIONALLIGA 35
4.2.1 Allgemeines 35
4.2.2 Regionalligatagung 35
4.2.3 Austritt 35
4.2.4 Saison / Ausländer / EU-Bürger / Meldung 35
4.2.5 Mannschaften/Kampftage 36
4.2.6 Veranstaltungsorganisation 36
4.2.7 Bewertung 38
4.2.8 Startrecht 38
4.2.9 Werbung/Judogi 39
4.2.10 Mannschaftsdoppelstart 39
4.2.11 Liga 39
4.3 DURCHFÜHRUNGSPFLICHT 41
4.4 RECHTSWESEN 42
5. ANTI-DOPING-BESTIMMUNGEN 43
5.1 Die Anti-Doping-Bestimmungen (ADB) 43
5.2 Geltungsbereich 43
5.3 Dopingbegriff 43
5.4 Anwendung aus medizinischen Gründen 43
5.5 Verbot der Anwendung 43
5.6 Sanktionen gegen haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter 44
5.7 Zuständigkeiten 44
5.8 Duldungspflicht 44
5.9 Untersuchung 45
5.10 Verfahren 45
5.11 Strafen 45
5.12 Entscheidung 46
5.13 Kosten 46
6. SANKTIONEN 46
6.1 Allgemein 46
6.2 Sanktionsgründe 46
6.3 Sanktionsmaßnahmen 47
6.4 Sanktionskatalog 47
6.5 Bußgeld 49
6.6 Rechtswesen 49
6.7 Rechtsmittel 49
7. SCHLUSSBESTIMMUNG 50
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 5 von 50
1. ALLGEMEINER TEIL
1.1 Regelungsbereich der Ordnung
Die Wettkampfordnung (WO) regelt den gesamten Sportverkehr innerhalb des Deutschen
Judo-Bundes e.V. (DJB) ab Gruppenebene verbindlich. Die Landesverbände können im
Rahmen dieser Ordnung eigene Vorschriften zum Sportverkehr auf Landesverbandsebene
erlassen.
1.2 Die Gremien des Sportverkehrs
1.2.1 Die Gremien des Sportverkehrs sind:
· Sportreferententagung für den männlichen Bereich
· Sportreferententagung für den weiblichen Bereich
· Jugendvollversammlung
· Kampfrichter-Tagung
· Bundesliga-Tagung.
1.2.2 Die Gremien beraten auf satzungsgemäße Einladung der zuständigen DJBVorstandsmitglieder
mindestens einmal im Jahr. Die Sportreferententagung für den
männlichen Bereich und die für den weiblichen Bereich tagen gemeinsam. Sie beraten
grundsätzlich gemeinsam, können aber in geschlechtsspezifischen Fragen getrennt
beraten und Beschlüsse fassen.
1.2.3 Die Gremien bestehen aus folgenden stimmberechtigten Mitgliedern:
· Den jeweils zuständigen Vorstandsmitgliedern des DJB
· Den Vertretern der Landesverbände (bei der Bundesliga-Tagung: den Vertretern
der Bundesliga-Vereine)
Das Stimmrecht ergibt sich aus der Satzung des DJB.
Ohne Stimmrecht:
· Dem zuständigen Vertreter des Präsidiums
· Dem Sportdirektor
· Einem Bundestrainer des Trainerauschusses
· Den jeweiligen Aktivensprechern (entfällt bei der Bundesliga-Tagung)
· Dem Bundeskampfrichterreferenten
· Dem Vertreter des ADH (entfällt bei Bundesliga-Tagung, Kampfrichtertagung und
Jugendvollversammlung)
· Delegierte zur Jugendvollversammlung sind auch der Sportreferent, die Sportreferentin
und der Referent für das Lehr- und Prüfungswesen
1.2.4 Die Gremien haben nachfolgende Aufgaben:
· Sie wählen das jeweilige DJB-Vorstandsmitglied bzw. die jeweiligen DJBVorstandsmitglieder.
· Sie beraten über organisatorische Angelegenheiten des Sportverkehrs und fassen
darüber Beschlüsse.
· Sie beraten über Veränderungen zur Leistungsverbesserung, sowie zum Schutz
der Athleten und geben darüber Empfehlungen.
· Die Verbindlichkeit der Beschlüsse setzt die Bestätigung durch die Mitgliederversammlung,
oder, wenn Dringlichkeit geboten ist, die vorläufige Bestätigung durch
das Präsidium des DJB voraus. Beschlüsse auf Veränderungen
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 6 von 50
dieser Ordnung werden in den Gremien beraten und als Antrag des Bundesreferenten
an den Vorstand gerichtet. Dieser berät darüber insbesondere im Hinblick auf
die Auswirkungen auf den Haushalt und die Auswirkungen auf andere Bereiche des
Sportverkehrs, stimmt über den Antrag ab und leitet ihn an die Mitgliederversammlung
weiter. Davon ausgenommen ist die direkte Antragstellung der Landesverbände
bzw. des Präsidiums an die Mitgliederversammlung des DJB.
1.3 Sportausschuss
1.3.1 Der gesamte Sportverkehr auf Bundesebene wird durch den Sportausschuss
organisiert. Ihm gehören an:
· Der Sportdirektor (als Vorsitzender)
· Dem zuständigen Vertreter des Präsidiums
· Der Bundesjugendleiter
· Die Bundesjugendleiterin
· Der Sportreferent
· Die Sportreferentin
· Ein Vertreter des Trainerausschusses
· Der Bundeskampfrichterreferent
· Der Bundesligareferent
· Ein Vertreter der Aktivensprecher
1.3.2 Der Sportausschuss berät und fasst Beschlüsse zu:
· Wettkampfordnung, Richtlinien der Organisation, Wettkampfsystemen
· Terminierung der offiziellen Veranstaltungen des Sportverkehrs
· Organisation der offiziellen nationalen Veranstaltungen
· Lehrgangsplanung und -betreuung
· Organisation internationaler Begegnungen
1.3.3 Der Sportverkehr auf Gruppenebene wird mit Ausnahme von NRW durch die Gruppenkoordinatoren/
innen organisiert. In den Landesverbänden regeln die zuständigen
Referenten/innen den Sportverkehr.
1.3.4 Der Sportausschuss wird vom Sportdirektor als dessen Vorsitzendem einberufen
und tagt mindestens zweimal jährlich.
1.4 Trainerausschuss
1.4.1 Der Trainerausschuss ist für die Sicherung und inhaltliche Verbesserung der Qualität
des Leistungssports innerhalb des DJB zuständig. Er besteht aus folgenden
Personen:
· Dem Sportdirektor (als Vorsitzendem)
· Dem zuständigen Vertreter des Präsidiums
· Dem Bundestrainer Frauen
· Dem Bundestrainer Männer
· Dem Bundestrainer Nachwuchs männlich
· Dem Bundestrainer Nachwuchs weiblich
· Dem Assistenztrainer Nachwuchs weiblich
· Dem Assistenztrainer Nachwuchs männlich
· Einem Vertreter der Aktivensprecher (auf Einladung)
· Ständige Gäste: Koordinator Judo des DOSB/BL und Vertreter des IAT Leipzig
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 7 von 50
1.4.2 Die Aufgaben des Trainerausschusses sind im besonderen:
· Beratung und Beschlussfassung über Berufungen in die Nationalmannschaften
· Beratung und Beschlussfassung über Angelegenheiten des internationalen Sportverkehrs
· Beratung und Beschlussfassung über Stützpunktangelegenheiten und Athletenförderung/
Kaderzugehörigkeit (A-, B, C, D/C-Kader laut DOSB/BL)
· Beratung und Beschlussfassung über die Jahresplanung BMI und Jahresterminplanung
in Abstimmung mit dem Sportausschuss
· Lehrgangsplanung und sportfachliche Durchführung
· Erarbeitung von und Diskussion über Konzepte zur Leistungsförderung und Beschlussfassung
über geeignete Maßnahmen zu deren Umsetzung (Leistungsvorgaben,
organisatorische Strukturen, Trainings- und Einsatzplanung)
1.4.3 Der Trainerausschuss tritt auf Einladung des Sportdirektors zusammen.
Beschlüsse des Trainerausschusses bedürfen grundsätzlich der Zustimmung seitens
des Präsidiums des DJB. Über die Beschlüsse ist solange Stillschweigen zu
wahren, bis das Präsidium abschließend dazu Stellung genommen hat.
1.5 Bundesliga-Ausschuss
1.5.1 Der Bundesliga-Ausschuss organisiert den Sportverkehr der gesamten Bundesliga
des DJB. Dem Bundesligaausschuss gehören an:
· Der Bundesligareferent als Vorsitzender (gewählt aus und von den vier Vertretern
der Bundesligavereine)
· Der zuständige Vertreter des Präsidiums
· Der Rechtsberater, der vom Bundesliga-Ausschuss ernannt wird
· Je ein gewählter Vertreter der Bundesligavereine Frauen der Bundesebenen Nord
und Süd
· Je ein gewählter Vertreter der Bundesligavereine Männer der Bundesebenen Nord
und Süd
· Die Sportreferentin
· Der Sportreferent
· Der Bundeskampfrichterreferent
1.5.2 Die Aufgaben des Bundesliga-Ausschusses sind:
· Organisation des Sportverkehrs der ersten und zweiten Bundesliga
· Erarbeitung und Präzisierung des Fachteils Bundesliga dieser WO und anschließende
Bestätigungsvorlage zur Mitgliederversammlung
· Entscheidung bei allen Rechtsstreitigkeiten, die sich aus der Bundesliga ergeben
· Entscheidung über Sanktionen, die sich aus Rechtsstreitigkeiten der Bundesliga ergeben
1.5.3 Die Einberufung des Bundesliga-Ausschusses erfolgt auf Einladung des Bundesligareferenten
mindestens einmal jährlich vor Beginn der Bundesliga-Saison.
1.5.4 Bei aktuellen Streitigkeiten und notwendigen Sanktionen während der laufenden
Saison entscheidet die Liga-Exekutive, die aus folgenden Mitgliedern besteht:
Bundesligareferent, zuständiger Vertreter des Präsidiums, Rechtsberater. Die
Einberufung dieses Dreier-Gremiums auf Antrag eines Bundesligavereins regelt
diese Ordnung gesondert.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 8 von 50
1.6 Regionalliga-Ausschuss/Regionalligatagung
1.6.1 Der Regionalliga-Ausschuss organisiert den Sportverkehr der gesamten Regionalliga
des DJB. Dem Regionalliga-Ausschuss gehören an:
· Der Bundesligareferent/Ligareferent als Vorsitzender
· Der zuständige Vertreter des Präsidiums
· Der Rechtsausschussvorsitzende des DJB
· Die Ligareferenten Männer/Frauen der einzelnen Gruppen
1.6.2 Die Aufgaben des Regionalliga-Ausschusses sind:
· Organisation des Sportverkehrs der Regionalliga
· Erarbeitung und Präzisierung des Fachteils Regionalliga dieser WO und anschließende
Bestätigungsvorlage zur Mitgliederversammlung
· Entscheidung bei allen Rechtsstreitigkeiten, die sich aus der Regionalliga ergeben
· Entscheidung über Sanktionen, die sich aus Rechtsstreitigkeiten der Regionalliga
ergeben
1.6.3 Die Einberufung des Regionalliga-Ausschusses/Regionalligatagung erfolgt mindestens
einmal jährlich auf Einladung des Bundesligareferenten.
1.6.4 Bei aktuellen Streitigkeiten und notwendigen Sanktionen während der laufenden
Saison entscheiden die Liga-Exekutiven der einzelnen Gruppen.
1.7 Bundeskampfrichter-Ausschuss
1.7.1 Der Bundeskampfrichter-Ausschuss unterstützt den Bundeskampfrichter-Referenten
bei der Organisation des Kampfrichtereinsatzes im offiziellen Sportverkehr. Er
besteht aus maximal sechs Personen. Ihm gehören an:
· Der Bundeskampfrichterreferent als Vorsitzender
· Fünf Kampfrichter, die vom Bundeskampfrichterreferenten berufen werden.
1.7.2 Die Aufgaben des Bundeskampfrichter-Ausschusses sind:
· Organisation des Kampfrichtereinsatzes im nationalen Sportverkehr
· Präzisierung und Kommentierung der IJF-Wettkampfregeln bzw. Erarbeitung von
Verbesserungsvorschlägen zur Beschlussfassung durch die Kampfrichter-Tagung
und anschließende Beschlussvorlage zur Mitgliederversammlung
· Beobachtung und Schulung der Bundeskampfrichter/innen und -anwärter/innen
1.7.3 Die Einberufung des Bundeskampfrichter-Ausschusses erfolgt durch den Bundeskampfrichterreferenten
mindestens einmal jährlich.
2. Gliederung des Sportverkehrs
2.1 Wettkampfebenen
Der Sportverkehr des DJB wird in folgende Ebenen untergliedert:
a. Bundesebene bzw. Bundesebene Nord und Süd
Die Gruppen Nord, Nordost und West bilden die Bundesebene Nord,
die Gruppen Mitte, Südwest und Süd die Bundesebene Süd.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 9 von 50
b. Gruppenebene
Gruppe Nord: Bremen (HB), Hamburg (HH), Niedersachsen (NS),
Schleswig Holstein (SH)
Gruppe Nordost: Berlin (BE), Brandenburg (BB), Mecklenburg- Vorpommern
(MV)
Gruppe West: Nordrhein-Westfalen (NW)
Gruppe Mitte: Thüringen (TH), Sachsen (SN), Sachsen-Anhalt (ST)
Gruppe Südwest: Hessen (HE), Pfalz (PF), Rheinland (RL), Saarland (SA)
Gruppe Süd: Baden (BA), Bayern (BY), Württemberg (WÜ)
2.2 Veranstaltungen
2.2.1 Offizielle Veranstaltungen sind solche, die vom DJB, den Landesverbänden und
deren Gliederungen veranstaltet werden.
2.2.2 Der DJB veranstaltet folgende Meisterschaften:
a. Gruppen-Einzelmeisterschaften U14 m/w, U17 m/w, U20 m/w, Männer/Frauen
b. Deutsche Einzelmeisterschaften U17 m/w, U20 m/w, Männer/Frauen, Ü30 m/w
c. Internationale Deutsche Einzelmeisterschaften U17 m/w, U20 m/w,
Männer/Frauen
d. Gruppen-Vereins-Mannschaftsmeisterschaften U14 m/w, U17 m/w
e. Deutsche Vereins-Mannschaftsmeisterschaften U17 m/w
f. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände U17+U20 m/w
g. Gruppen Mannschaftsmeisterschaften (Regionalliga)
h. Deutsche Vereins-Mannschaftsmeisterschaften (Bundesliga)
i. Deutsche Kata-Meisterschaften U18, Erwachsene
2.2.3 Weitere Veranstaltungen des DJB:
a. Länderkämpfe
b. Nationale und internationale Turniere
c. Ranglistenturniere
d. Pokalrunde
2.3 Ausschreibung
2.3.1 Alle offiziellen Veranstaltungen sind in geeigneter Form zu veröffentlichen.
2.3.2 Der zuständige Referent einer offiziellen Veranstaltung muss die Ausschreibung vor
einer Veröffentlichung prüfen.
2.3.3 Die Ausschreibung muss mindestens die in der Musterausschreibung (s. Anhang)
aufgeführten Inhalte enthalten.
2.4 Ehrenpreise
2.4.1 Bei Einzelmeisterschaften erhalten die ersten vier jeder Gewichtsklasse Medaillen
und Urkunden, die Art und Datum der Veranstaltung dokumentieren.
2.4.2 Bei Mannschaftsmeisterschaften erhält jeder Kämpfer der erst- und zweitplatzierten
Mannschaften eine Medaille. Die ersten vier Mannschaften erhalten Mannschaftsurkunden
und jeder Kämpfer erhält eine Einzelurkunde.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 10 von 50
2.4.3 Zusätzliche Ehrenpreise können vergeben werden.
2.5 Bewerbung und Ausrichtung
2.5.1 Bewerbungen um die Ausrichtung von DJB-Veranstaltungen sind über die zuständigen
Landesverbände an die DJB-Geschäftsstelle zu richten.
2.5.2 Über die Vergabe der Ausrichtung entscheidet das DJB-Präsidium auf Vorschlag
der Fachgremien. Über die Vergabe von Gruppenmeisterschaften entscheiden die
Gruppenkoordinatoren.
2.5.3 Die Übertragung einer Veranstaltung muss in einem schriftlichen Vertrag festgelegt
werden; dieser muss die Leistungen des DJB und des Ausrichters fixieren.
2.5.4 Der DJB kann die Rechte an den Veranstaltungen an eine dritte Partei übertragen,
die dann Vertragspartner des Ausrichters wird.
2.6 Sportliche Leitung
2.6.1 Die sportliche Leitung bei offiziellen DJB-Veranstaltungen erfolgt im Nachwuchsbereich
durch den/die Bundesjugendleiter/in, im Erwachsenenbereich durch den/die
Sportreferenten/in, im Bereich der Bundesliga durch den Bundesligareferenten und
im Kata-Bereich durch den Bundes-Kata-Beauftragten. Die Aufgabe kann delegiert
werden.
2.6.2 Bei Veranstaltungen der Gruppen obliegt die sportliche Leitung den zuständigen
Gruppenkoordinatoren.
2.6.3 Die sportliche Leitung muss während der gesamten Veranstaltung anwesend sein.
2.6.4 Sie ist verantwortlich für die Organisation und Durchführung der jeweiligen Veranstaltung.
2.6.5 Sie ist insbesondere dafür verantwortlich, dass die Wettkampfstätte sich in einem
regelgerechten Zustand befindet und die Voraussetzungen dieser WO erfüllt sind.
2.6.6 Sollte dies nicht der Fall und auch in einem angemessenen Zeitraum nicht herzustellen
sein, entscheidet die sportliche Leitung unter Anhörung des leitenden Kampfrichters
sowie eines Vertreters des Ausrichters, ob die Veranstaltung stattfinden
kann oder abzubrechen ist.
2.7 Meldepflicht von Veranstaltungen
Der Sportverkehr mit ausländischen Organisationen ist nur zulässig, wenn diese
über ihren Dachverband der EJU/IJF angehören.
2.8 Kampfregeln
2.8.1 Alle Veranstaltungen werden auf der Grundlage der jeweils gültigen DJBWettkampfregeln
durchgeführt. Dies sind die IJF-Wettkampfregeln, ergänzt durch
die Kommentare des DJB.
2.8.2 Bei allen DJB-Veranstaltungen wird in blauen und weißen Judogi gekämpft, es sei
denn, die Ausschreibung enthält eine abweichende Regelung.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 11 von 50
2.8.3 Für die Altersklassen im Nachwuchsbereich gelten ergänzende Sonderbestimmungen
im Rahmen dieser WO.
2.8.4 Die Wettkampfmatte muss auf Landesebene ab Altersklasse U20 eine Größe von
mindestens 6x6 m und eine Sicherheitsumrandung von 3 m haben. Die gemeinsame
Sicherheitsfläche zwischen zwei Matten beträgt mindestens 3 m, Abstände
zum festen Gegenstand zusätzlich 0,5 m. Ab Gruppenebene mindestens 7x7 m
Mattengröße, Sicherheitsumrandung 3 m; Abstand zum festen Gegenstand -
zusätzlich 0,5 m.
2.9 Wettkampfsystem
2.9.1 Bei allen offiziellen Veranstaltungen wird nach den gültigen DJB-Wettkampfsystemen
gekämpft. Das System ist in der Ausschreibung festzulegen (siehe Anhang).
2.9.2 Bei Mannschaftskämpfen wird im Einzelkampf bei Gleichstand der Wertungen
Unentschieden gegeben.
Unentschieden im Mannschaftskampf wird nur bei Gleichstand von Siegpunkten
und Wertungspunkten gegeben.
Sofern ein Sieger ermittelt werden muss (KO-Runde), wird folgendermaßen verfahren:
a. wenn nur ein Einzelkampf unentschieden endete, so wird dieser wiederholt,
b. wenn mehrere Einzelkämpfe unentschieden endeten, so wird einer von diesen
ausgelost und wiederholt,
c. wenn kein Einzelkampf unentschieden endete, so werden drei Stichkämpfe in
auszulosenden Gewichtsklassen durchgeführt. Gewichtsklassen, die von
beiden Mannschaften nicht besetzt waren, nehmen an dieser Auslosung nicht
teil.
Vor der Auslosung ist eine Mannschaftsaufstellung mit den in Frage
kommenden Gewichtsklassen abzugeben.
Stichkämpfe werden nach dem Golden-Score-Prinzip ausgetragen.
2.9.3 In der Bundesliga gilt eine Sonderregelung.
2.10 Kampfrichter
2.10.1 Für den Einsatz der Kampfrichter bei allen DJB-Veranstaltungen ist der Bundeskampfrichterreferent
zuständig.
2.10.2 Bei offiziellen DJB-Veranstaltungen (mit Ausnahme der DEM Ü30) trägt grundsätzlich
der Veranstalter die Kosten für die Kampfrichter.
Für den Bereich der Bundesliga gelten separate Regelungen.
3. Sportverkehr
3.1 Altersklassen
Eine Änderung bzw. Anpassung der Altersklassen auf Antrag der ordentlichen DJBMitglieder
ist grundsätzlich nur nach einer Laufzeit von 4 Jahren jeweils im Jahr der
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 12 von 50
Olympischen Sommerspiele möglich. Ändern IJF und/oder EJU innerhalb dieser
Olympiade Altersklassen, kann als Ausnahme von dieser Regelung auch eine DJBAnpassung
auf Antrag des DJB-Präsidiums erfolgen.
3.1.1 Es werden nachfolgende Altersklassen für den Bereich dieser WO definiert:
a. Nachwuchsbereich
männliche/weibliche Jugend unter 11 Jahren: 8-10 Jahre (U11 m/w)
männliche/weibliche Jugend unter 14 Jahren: 11-13 Jahre (U14 m/w)
Männer/Frauen unter 17 Jahren 14-16 Jahre (U17m/w)
Frauen unter 20 Jahren 16-19 Jahre (U20w)
Männer unter 20 Jahren 17-19 Jahre (U20m)
b. Erwachsenenbereich
Frauen/Männer ab 17 Jahre
c. Frauen/Männer Ü30
Frauen: Altersklassen 30-34 Jahre
35-39 Jahre
40-44 Jahre
45-49 Jahre
50-54 Jahre
55-60 Jahre
über 60 Jahre
Männer: Altersklassen 30-34 Jahre
35-39 Jahre
40-44 Jahre
45-49 Jahre
50-54 Jahre
55-59 Jahre
60-64 Jahre
über 65 Jahre
3.1.2 Stichtag für die Altersklasseneinteilung ist der 1.1. des Jahres, in dem der Athlet
das festgelegte Alter vollendet.
3.1.3 Für offizielle internationale und nationale Veranstaltungen können der/die Bundesjugendleiter/
in bzw. der/die Sportreferent/in Ausnahmen zulassen.
3.1.4 Die Wettkämpfe der U11 liegen in Verantwortung der Landesverbände. Meisterschaften
sind bis Landesebene zulässig.
3.2 Gewichtsklassen
Eine Änderung bzw. Anpassung der Gewichtsklassen auf Antrag der ordentlichen
DJB-Mitglieder ist grundsätzlich nur nach einer Laufzeit von 4 Jahren jeweils im
Jahr der Olympischen Sommerspiele möglich. Ändern IJF und/oder EJU innerhalb
dieser Olympiade Gewichtsklassen, kann als Ausnahme von dieser Regelung auch
eine Anpassung auf Antrag des DJB-Präsidiums erfolgen.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 13 von 50
3.2.1 In den verschiedenen Altersklassen gelten folgende Gewichtsklassen:
Männlicher Bereich
U11 Einzel
Mannschaft
Empfehlung: Einteilung in gewichtsnahe Gruppen
(z.B. 5er-Pools)
U14 Einzel
Mannschaft
-31, -34, -37, -40, -43, -46, -50, -55, -60, +60 kg
-34, -37, -40, -43, -46, -50, -55, +55 kg
U17 Einzel
Mannschaft
-43 -46, -50, -55, -60, -66, -73, -81, -90, +90 kg
-46, -50, -55, -60, -66, -73, +73 kg
U20 -55, -60, -66, -73, -81, -90, -100, +100 kg
Männer/Männer Ü30 -60, -66, -73, -81, -90, -100, +100 kg
Weiblicher Bereich
U11 Einzel
Mannschaft
Empfehlung: Einteilung in gewichtsnahe Gruppen
(z.B. 5er-Pools)
U14 Einzel
Mannschaft
-30, -33, -36, -40, -44, -48, -52, -57, -63, +63 kg
-33, -36, -40, -44, -48, -52, -57, +57 kg
U17 Einzel
Mannschaft
-40, -44, -48, -52, -57, -63, -70, -78, +78 kg
-44, -48, -52, -57, -63, -70, +70 kg
U20 -44, -48, -52, -57, -63, -70, -78, +78 kg
Frauen/Frauen Ü30 -48, -52, -57, -63, -70, -78, +78 kg
3.2.2 In den Klassen Frauen und Männer gelten die jeweils international gültigen Gewichtsklassen.
Der Start ist bei Einzelmeisterschaften und -turnieren nur in der
dem tatsächlichen Gewicht entsprechenden Gewichtsklasse zulässig. (Beispiel:
für den Start in der Gewichtsklasse bis 66 kg muss das Körpergewicht mindestens
60,1 kg betragen und darf 66 kg nicht überschreiten. Bei Dezimalanzeigen wird
nur die erste Stelle nach dem Komma berücksichtigt.
Für den Bereich Bundesliga gilt eine Gewichtstoleranz von bis zu einem Kilogramm.
3.2.3 Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften U20 w und U20 m gelten die
Gewichtsklassen der Frauen und Männer. Zusätzlich wird für die Frauen die Gewichtsklasse
-44kg, bei den Männern die Gewichtsklasse -55 kg ausgetragen.
3.2.4 Bei Mannschaftsmeisterschaften im Nachwuchsbereich sind der Start und das
Wiegen in der nächst höheren Gewichtsklasse zulässig; das Einwiegen in eine
höhere Gewichtsklasse ist dann auf der Wiegeliste besonders zu vermerken. In
jeder Gewichtsklasse können bis zu zwei Kämpfer je Mannschaft eingewogen
werden, die untereinander ausgewechselt werden dürfen. Das Wechseln in die
nächst höhere Gewichtsklasse ist ebenfalls zulässig, jedoch nur, wenn der betreffende
Kämpfer in der seinem tatsächlichen Gewicht entsprechenden Klasse eingewogen
wurde.
3.2.5 Zusatzregelung zu den Alters- und Gewichtsklassen im Nachwuchsbereich:
Bei Einzelturnieren kann die sportliche Leitung beim Wiegen in der untersten und
obersten Gewichtsklasse das tatsächliche Körpergewicht ermitteln lassen und im
Bedarfsfall eine untere oder obere Gewichtsklasse hinzufügen.
Maßgeblich für die Altersklasseneinteilung ist der Jahrgang, nicht das Alter.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 14 von 50
3.2.6 Mindestgewicht bei Mannschaftsmeisterschaften/-turnieren im Nachwuchsbereich:
U14w: Klasse bis 33 kg: mehr als 28 kg, Klasse über 57 kg: mehr als 52 kg
U14m: Klasse bis 34 kg: mehr als 28 kg, Klasse über 55 kg: mehr als 50 kg
U17w: Klasse bis 44 kg: mehr als 36 kg, Klasse über 70 kg: mehr als 63 kg
U17m: Klasse bis 46 kg: mehr als 40 kg, Klasse über 73 kg: mehr als 73 kg
3.3 Wettkampfzeiten
Grundsätzlich gelten folgende effektive Kampfzeiten:
U11 m/w 2 Minuten
U14 m/w 3 Minuten
U17 m/w 4 Minuten
U20 m/w 4 Minuten
Frauen 5 Minuten
Männer 5 Minuten
M+F Ü30: 30-59 3 Minuten
M+F:Ü30: 60- 2 Minuten
3.4 Teilnahmeberechtigung
3.4.1 Bei offiziellen Veranstaltungen sind nur Judoka teilnahmeberechtigt, die über ihren
Verein einem Landesverband angehören und mindestens den 7. Kyu , in der Altersklasse
U 11 den 8. Kyu besitzen.
Die Mindestgraduierung bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der
Männer und Frauen ist der 1. Kyu.
Die Mindestgraduierung bei den Deutschen Kata Meisterschaften ist der 3. Kyu.
3.4.2 Jeder Teilnehmer an einer Veranstaltung muss im Besitz eines gültigen DJBMitgliedsausweises
sein, der mit der gültigen Beitragsmarke versehen ist. Der
Mitgliedsausweis muss beim Wiegen vorliegen.
3.4.3 Hinsichtlich der Startberechtigung in der Bundesliga gelten die Regelungen gemäß
Punkt 4 dieser Ordnung.
3.4.4 Bei Mannschaftsmeisterschaften des Nachwuchsbereichs, bei denen die Mannschaften
mit sieben oer mehr Kämpfern antreten, können sich pro Altersklasse bis
zu zwei Vereine eines Landesverbandes zu einer Kampfgemeinschaft (KG) zusammenschließen.
Alternativ ist (pro Verein) die Hinzunahme von bis zu drei
Fremdstartern aus anderen Vereinen des gleichen Landesverbandes zulässig. Die
Meldungen der Kampfgemeinschaften bzw. der Fremdstarter muss bis vier Wochen
vor der entsprechenden Gruppenmeistersaft erfolgen.
3.4.5 In der AK U 11 dürfen Mädchen und Jungen an gemeinsamen Wettkämpfen teilnehmen
(d. h. Mädchen und Jungen dürfen gegeneinander kämpfen).
Diese Teilnahmemöglichkeit muss jeweils in der Ausschreibung konkret angegeben
werden.
3.4.6 Alle DJB-Kader (D/C, C, B, A) dürfen bei Einzelmeisterschaften in höheren Altersklassen
starten.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 15 von 50
3.4.7 Die beim DJB angestellten haupt- und nebenamtlichen Trainer/innen haben kein
Startrecht.
3.5 Ausländerstart
3.5.1 Ausländer und Staatenlose, die ihren Wohnsitz seit mindestens einem Jahr in
Deutschland haben und Mitglied eines dem DJB angeschlossenen Vereins sind,
sind bei offiziellen Veranstaltungen mit Ausnahme der nationalen Einzelmeisterschaften
der Männer und Frauen, der U20 sowie den Deutschen Kata-Meisterschaften
startberechtigt.
3.5.2 Ausländer die eingebürgert wurden oder eine doppelte Staatsangehörigkeit besitzen,
werden für die Dauer von 2 Jahren bei nationalen Einzelmeisterschaften sowie
für internationale Einsätze der Nationalmannschaft gesperrt, wenn sie für ein
anderes Land als Deutschland an den Start gehen.
3.6 Startrechtwechsel
3.6.1 Bei einem Wechsel der Startberechtigung tritt bis zur Einzelstartberechtigung für
den neuen Verein eine Wartezeit von 3 Monaten in Kraft. Sie beginnt mit dem Tag,
an dem der Startrechtwechsel gegenüber dem Vereinsvorstand des alten Vereins
erklärt wird und endet nach Ablauf der Frist mit dem Tage, der in seiner zahlenmäßigen
Bezeichnung dem Tag des Austritts entspricht, spätestens aber zum
31.12. des laufenden Jahres.
3.6.2 In den Altersklassen U17 und jünger entfällt die Wartezeit bei gleichzeitigem
Wechsel des Vereins und des 1. Wohnsitzes. Beides ist nachzuweisen.
3.6.3 Die Startberechtigung in der Landesverbands-Mannschaft ist immer entsprechend
der Verbandszugehörigkeit des neuen Vereins gegeben und an diese gebunden;
sie unterliegt keiner Sperrfrist.
3.6.4 Nach Ablauf der allgemeinen Sperre von drei Monaten (soweit diese mangels
gleichzeitigem Wohnsitz- und Vereinswechsels überhaupt greift) ist eine Mannschaftsstartberechtigung
für den neuen Verein unter Anrechnung auf dessen
Fremdstarterkontingent bzw. für einen dritten Verein zulässig. Eine Freigabe durch
den alten Verein ist nicht erforderlich.
3.7 Meldungen
3.7.1 Meldungen zu Veranstaltungen werden durch den Verein oder den Landesverband
abgegeben.
3.7.2 Bei offiziellen Wettkämpfen des DJB sind die Meldungen durch den Landesverband
vorzunehmen.
Die Höhe des Meldegeldes wird in der Ausschreibung festgelegt. Die Meldegelder
für die vom DJB veranstalteten Meisterschaften werden von der Mitgliederversammlung
beschlossen.
3.7.3 Sofern bei internationalen Veranstaltungen und bundesoffenen Turnieren Nachmeldungen
zugelassen werden, kann der Veranstalter für diese ein um bis auf das
Doppelte erhöhte Meldegeld festlegen.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 16 von 50
3.7.4 Die Ausschreibung der DEM Ü30 regelt die spezifischen Verfahrensweisen hinsichtlich
Meldung, Meldegeld, Gewichtsklassen, Kampfmodus, sportlicher Leitung
und Kampfrichtern.
3.7.5 Die Ausschreibung der Deutschen Kata-Meisterschaft regelt die spezifischen Verfahrensweisen
hinsichtlich Meldung, Meldegeld, Wettkampfmodus und Wertungsrichtern.
3.8 Beschickungsmodus
3.8.1 Für die Veranstaltungen im Erwachsenenbereich gelten folgende Regelungen:
3.8.1.1 Zu den Deutschen Meisterschaften Männer/Frauen sind in jeder Gewichtsklasse
je vier Teilnehmer aus jeder der sechs Gruppen startberechtigt. Grundsätzlich
sind dies die vier Erstplatzierten der Gruppenmeisterschaften.
Bis zu vier A-, B-, C-Kaderathleten pro Gewichtsklasse (grundsätzlich jedoch
alle A- und B-Kader) werden gesetzt. Auf Antrag des Trainerausschusses
können weitere Athleten zusätzlich gesetzt werden.
3.8.1.2 Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften Frauen/Männer sind alle
A-, B- und C-Kaderathleten startberechtigt. Zusätzlich kann jeder Landesverband
bis 10.000 Mitglieder je einen Kämpfer
bis 20.000 Mitglieder je zwei Kämpfer
über 20.000 Mitglieder je drei Kämpfer
pro Gewichtsklasse melden. Die Landesverbände können einen Athleten zusätzlich
für eine Gewichtsklasse melden, wenn dadurch das Gesamtkontingent
nicht überschritten wird.
3.8.1.3 Zu den Gruppenmeisterschaften sind alle Angehörigen des C-Kaders gesetzt.
Den Beschickungsmodus zu den Gruppenmeisterschaften regeln die Gruppen
selbst.
3.8.1.4 Startberechtigt bei den Deutschen Katameisterschaften sind je Wettbewerb
zwei Paare je Landesverband bis 10.000 gemeldeten Mitgliedern, drei Paare
je Landesverband bis zu 20.000 Mitgliedern, vier Paare je Landesverband
über 20.000 gemeldeten Mitgliedern. Das Mindestalter für den Start in Erwachsenen-
Disziplinen beträgt 15 Jahre.
Jeder Teilnehmer ist nur einmal startberechtigt, entweder als Tori oder als
Uke. Doppelstart in der Jugend- und in der Erwachsenenklasse ist nicht zulässig.
Bilden Sportler aus unterschiedlichen Landesverbänden ein Team, starten
sie für den Landesverband, bei dem sie sich qualifiziert haben.
3.8.2 Für die Veranstaltungen im Nachwuchsbereich gelten folgende Regelungen:
3.8.2.1 Zu den Deutschen Meisterschaften U20 m/w kann jede Gruppe vier Teilnehmer/
innen pro Gewichtsklasse melden. Der C-Kader wird gesetzt.
Die Gesetzten kommen auf freie Listenplätze.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 17 von 50
3.8.2.2 Zu den Internationalen Meisterschaften U20 m/w wird der C-Kader gesetzt.
Darüber hinaus können die Bundestrainer noch jeweils zwei Kämpfer pro Gewichtsklasse
setzen. Alle anderen Teilnehmer werden, nach Landesverbänden
getrennt, dazugelost. Jeder Landesverband kann vier Kämpfer und vier
Kämpferinnen (NRW jeweils acht) melden.
3.8.2.3 Zu den Deutschen Einzelmeisterschaften kann jede Gruppe vier Teilnehmer
pro Gewichtsklasse melden. Grundsätzlich sind dies die vier Erstplatzierten
der Gruppenmeisterschaften. (siehe auch 3.8.1.1)
3.8.2.4 Zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände kann jeder
Landesverband je eine Mannschaft männlich und weiblich melden.
3.8.2.5 Zu den Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften kann jede Gruppe
zwei Mannschaften entsenden. Der Titelverteidiger ist auch ohne vorherige
Qualifikation startberechtigt, es sei denn, er verweigert die Ausrichtung der
Meisterschaften. Nimmt er an der Gruppen-Vereinsmannschaftsmeisterschaft
teil, so unterliegt er den Qualifikationskriterien; erreicht er das Finale, so tragen
die beiden Drittplatzierten einen Stichkampf zur Teilnahme an den Deutschen
Vereinsmannschaftsmeisterschaften aus.
3.8.2.6 Mitglieder der DJB-Nationalkader können zusätzlich durch die Bundestrainer
nach Rücksprache mit dem zuständigen Referenten gesetzt werden.
3.8.3 Startet ein gesetzter Judoka bei einer Gruppenmeisterschaft, so gelten für ihn die
üblichen Qualifikationskriterien für die jeweilige Deutsche Meisterschaft.
3.9 DJB-Berufungen
3.9.1 DJB-Berufungen haben allen anderen Veranstaltungen gegenüber Vorrang.
3.9.2 Ist ein Judoka wegen einer DJB Berufung an der Teilnahme an Qualifikationswettkämpfen
verhindert, so gilt:
a. im Nachwuchsbereich kann der/die Bundesjugendleiter/in die Startberechtigung
für den nächst höheren Qualifikationswettkampf erteilen.
b. Im Erwachsenenbereich kann der Sportdirektor die Teilnahme an weiteren
Qualifikationswettkämpfen regeln.
3.10 Wiegen
3.10.1 Das Wiegen muss auf geeichten Waagen (Dezimal-, Neigungs- oder elektronischen
Waagen) mit gültiger Eichmarke vorgenommen werden. Der Ausrichter hat
bei offiziellen Veranstaltungen für mindestens zwei Waagen zu sorgen.
3.10.2 Die Teilnehmer müssen mindestens eine Stunde vor dem offiziellen Wiegen die
Möglichkeit haben, ihr Gewicht zu überprüfen. Die Wiegezeit ist einzuhalten. Teilnehmer,
die die Wiegezeit nicht einhalten, verlieren das Anrecht auf den Start.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 18 von 50
3.10.3 Bei Mannschaftskämpfen ist vor Wiegebeginn eine Wiegeliste der Teilnehmer und
der Ersatzleute abzugeben. Nach dem Wiegen wird die Liste beim Hauptlistenführer
hinterlegt. Er hat die Wiegeliste mit der vom Mannschaftsführer überreichten
Mannschaftsaufstellung im Hinblick auf die Gewichtsklasseneinteilung zu vergleichen.
3.10.4 Das Wiegen weiblicher Teilnehmer muss durch weibliche Personen, das Wiegen
männlicher Teilnehmer durch männliche Personen durchgeführt werden. Die Anwesenheit
von Personen des anderen Geschlechts beim Wiegen ist verboten.
3.11 Erste Hilfe
3.11.1 Bei allen Veranstaltungen muss die medizinische Betreuung sichergestellt werden.
Ab Gruppenebene muss ein Arzt oder Rettungssanitäter anwesend sein.
3.11.2 Verletzungen
Die sportliche Leitung bzw. der Arzt kann bei offensichtlicher Kampfunfähigkeit eines
Judoka den Kampf beenden lassen.
3.12 Sonderregelungen Nachwuchsbereich
3.12.1 Mattenfläche
Die Mindestgröße der Wettkampffläche beträgt bei
U11 m/w: 5m x 5m Sicherheitsfläche 2m Zwischenraum 3m
U14 m/w: 5m x 5m Sicherheitsfläche 3m Zwischenraum 3m
U17 m/w: 6m x 6m Sicherheitsfläche 3m Zwischenraum 3m
3.12.2 Judogi
Ab Gruppenebene dürfen die Männer / Frauen unter 17 Jahren ein Vereins-,
ein Leistungs- und ein Kaderabzeichen am Judogi tragen.
Im Übrigen gelten die Werberichtlinien des DJB.
3.12.3 Shime-waza
Bei der U11 und U14 sind alle Würgetechniken verboten.
3.12.4 Kansetsu-waza
3.12.4.1 Bei der U11 sind alle Hebeltechniken verboten.
3.12.4.2 Bei der U14 sind alle Hebeltechniken im Stand und vom Stand zum Boden
verboten.
3.12.4.3 Bei der U14 gilt die Wirkung einer Hebeltechnik als deutlich genug, wenn die
Technik einwandfrei angesetzt ist (wobei der gehebelte Arm fixiert und unter
Kontrolle sein muss). In diesem Fall soll der Kampfrichter „Ippon“ ansagen,
auch wenn der Gehebelte nicht aufgibt.
3.12.5 Tachi-waza
3.12.5.1 Bei der U11 ist Tani-otoshi verboten.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 19 von 50
3.12.5.2 Bei der U11 und U14 sind verboten:
a. Beinfass-Techniken als Angriffstechniken (wie z.B. Kata-ashi-dori,
Ryo-ashi-dori, Morote-gari, Koshiki-daoshi und deren Varianten)
b. Techniken, die auf einem oder beiden Knien angesetzt werden
c. Abtauchtechniken
d. Der Griff in und um den Nacken (mit oder ohne Jacke)
e. Der Griff über die Schulter oder über den Arm auf den Rücken
f. Gegendrehtechniken gegen einbeinige Eindrehtechniken (z.B. Uchi-matagaeshi)
werden in der U11 und U14 nicht bewertet.
3.12.5.3 Die „5-Sekunden-Regelung“ findet in der U11 und U14 keine Anwendung.
3.12.6 Bestrafungen
Bei der U11 und U14 wird jede verbotene Handlung mit Matte oder je nach Situation
mit Sono-mama unterbrochen und dem zuwiderhandelnden Kämpfer wird die
verbotene Handlung erklärt.
Eine Bestrafung mit Shido erfolgt erst im Wiederholungsfalle. Ausnahmen sind die
verletzungsgefährlichen Handlungen, die mit Hansoku-make zu bestrafen sind.
Hier erfolgt die Bestrafung bereits beim ersten Mal.
3.12.7 Wettkampfausschluss nach Diving
In den Altersklassen U17 und jünger werden Kämpfer, die wegen der Ausführung
oder des Versuchs der Ausführung solcher Techniken wie Uchi-mata, Harai-goshi
etc. durch das Beugen nach vorn und unten, wobei der Kopf zuerst in die Tatami
„taucht“, mit Hansoku-make bestraft wurden, zu ihrem eigenen Schutz aus dem
weiteren Wettbewerb ausgeschlossen.
3.13 Werbung
3.13.1 Bei offiziellen Veranstaltungen im Bereich des DJB darf unter folgenden Bedingungen
Werbung betrieben werden:
3.13.1.1. Die Wettkampfbekleidung des Kämpfers darf auf der Jacke höchstens drei
Werbeaussagen bzw. Logos der Hersteller tragen. Wenn das Logo des Herstellers
auf dem Schulterstreifen verwendet wird, ist eine maximale Größe
von 25 x 5 cm möglich. Beide Schulterstreifen können das Logo des Herstellers
tragen. Die zweite und dritte Werbeaussage ist auf den Ärmeln anzubringen.
Ihre maximale Größe beträgt 10 x 10 cm pro Werbeaussage. Die
Werbung auf den Ärmelseiten kann unterschiedlich sein.
Davon ausgenommen sind die Herstellerangaben und das Logo des Weltund
Europaverbandes auf dem unteren Jackenrand.
3.13.1.2. Die Wettkampfbekleidung des Kämpfers darf auf der Hose höchstens eine
Werbeaussage des Herstellers in der maximalen Größe von 25 cm² haben.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 20 von 50
3.13.1.3. Auf dem Rücken der Wettkampfbekleidung kann der Name des Kämpfers
aufgebracht werden. Die Höhe der Buchstaben darf höchstens 7 cm, die Gesamtlänge
höchstens 30 cm betragen. Der Name muss 4 cm unterhalb des
Kragenrandes angebracht werden.
Auf dem Rücken kann weiterhin der Name des Vereins oder die Gewichtsklasse
angebracht werden und darf die Größe 30 x 15 cm nicht überschreiten.
Die Werbung in der Größe von 30 x 15 cm gehört dem Veranstalter.
Diese Aussage steht direkt unter der Vereins/Gewichtsklasse.
3.13.1.4. Auf der Vorderseite der Wettkampfbekleidung ist keine Werbung zugelassen.
Lediglich Vereins-, Kader oder Leistungsabzeichen sind in der üblichen Form
und Größe zugelassen.
3.13.2. Für den Bereich der Bundesliga gelten gesonderte Werberichtlinien.
3.13.3. Unzulässige Werbung ist:
3.13.3.1. Werbung für Sexartikel, Tabakwaren und Alkohol
3.13.3.2. Werbung unmittelbar am Körper
3.13.3.3. Werbung, die dem Zweck und den Zielen des DJB widerspricht
3.13.4. Verstöße gegen diese Bestimmungen sind durch Ausschluss von der Wettkampfveranstaltung
zu ahnden.
Wird der Verstoß erst nach dem Wettkampf festgestellt, ist die DJB-Rechtsordnung
anzuwenden.
4. Ligen
Vorbemerkungen zu den Ligen
Der DJB führt jährlich Mannschaftswettbewerbe für Frauen und Männer in
folgenden Leistungsklassen durch:
- 1. Bundesliga Männer (16 Mannschaften in den Bundesebenen
Nord und Süd mit je 8 Mannschaften)
- 1. Bundesliga Frauen (18 Mannschaften in den Bundesebenen
Nord und Süd mit je 9 Mannschaften)
- 2. Bundesliga Männer (16 Mannschaften in den Bundesebenen
Nord und Süd mit je 8 Mannschaften)
- 2. Bundesliga Frauen (18 Mannschaften in den Bundesebenen
Nord und Süd mit je 9 Mannschaften)
- Regionalliga Männer (9 Mannschaften in jeder der sechs Gruppen)
- Regionalliga Frauen ( 9 Mannschaften in jeder der sechs Gruppen)
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 21 von 50
Die 1. und 2. Judo-Bundesliga als auch die Regionalliga sind Vereinseinrichtungen
des DJB, die der DJB seinen Mitgliedsverbänden und deren Mitgliedsvereinen als
Bundesligavereine oder Regionalligavereine zur Verfügung stellt. Diese Vereine
bleiben Mitglieder der für sie zuständigen Mitgliedsverbände des DJB. Diese Wettkampfordnung
regelt primär die Angelegenheiten der Bundesliga und Regionalliga,
ergänzend gelten die Rechtsordnung des DJB, die Passordnung des DJB sowie die
für den Bereich des DJB gültigen Kampfregeln.
4.1 Bundesliga
4.1.1 Allgemeines
4.1.1.1 Die Saison beginnt am 1.1. und endet am 31.12. eines jeden Jahres.
4.1.1.2 Pro Verein kann nur eine Mannschaft in der Bundesliga Männer bzw. Frauen
starten.
4.1.1.3 Die Sieger der 1. Bundesliga erhalten den Titel „Deutscher Mannschaftsmeister“.
4.1.1.4 Über Einführung und Auflösung der Bundesliga entscheidet die Mitgliederversammlung
des DJB.
4.1.1.5 Die Bestimmungen dieser Ordnungen werden ergänzt durch eine jährliche Ligavereinbarung
zwischen dem DJB und jedem teilnehmendem Verein. Die
Inhalte der Ligavereinbarung zur Durchführung der jeweiligen Bundesliga
werden auf Vorschlag des Bundesligaausschusses durch den DJB-Gesamtvorstand
beschlossen und als Ligavereinbarung den teilnehmenden Vereinen
zur Unterschrift vorgelegt.
4.1.2 Bundesliga-Tagung
4.1.2.1 Die Bundesliga-Tagung wählt mittelbar über die Vertreter der Bundesligavereine
den Bundesligareferenten als DJB-Vorstandsmitglied. Die Bundesliga-
Tagung fasst mittelbar über den Bundesligaausschuss Beschlüsse auf Veränderungen
dieser Ordnung.
4.1.2.2 Zur Bundesliga-Tagung kann jede Bundesligamannschaft einen mit schriftlicher
Vollmacht versehenen Vertreter entsenden. Jede Bundesligamannschaft
hat eine Stimme. Jeder Vertreter kann maximal drei Stimmen auf sich
vereinigen. Gäste bedürfen einer gesonderten Zulassung.
4.1.3 Bundesligausschuss / Liga-Exekutive
4.1.3.1 Die Kosten des Bundesligaausschusses und der Liga-Exekutive werden
durch das Startgeld der Bundesligavereine getragen.
4.1.3.2 Grundsätzliche Angelegenheiten der Bundesligen und alle Angelegenheiten
zur Veränderung von Teil 4 dieser WO werden durch den Bundesligaausschuss
geregelt.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 22 von 50
4.1.3.3 Die Liga-Exekutive ist gemäß 1.5.4 für alle aktuellen Angelegenheiten der
laufenden Saison zuständig.
4.1.3.4 Jeder Bundesligaverein kann die Liga-Exekutive bei Streitigkeiten und Problemen
anrufen. In diesem Fall hat der beantragende Verein vorher einen
Vorschuss in Höhe von € 1.000,-- zu hinterlegen. Bei Vorliegen von wichtigen
Gründen, - wirtschaftliche Verhältnisse des Antragstellers, allgemeine Bedeutung
der Angelegenheit - kann von der Erhebung eines Vorschusses oder
von der Auferlegung der Kosten abgesehen werden. Die Entscheidung hierüber
trifft die Liga-Exekutive. Stimmenthaltungen eines Mitglieds bei Beschlüssen
des Dreier-Gremiums sind unzulässig. Der Beschluss ist schriftlich
festzuhalten und alle betroffenen Parteien sind unverzüglich zu informieren.
Wird das Anliegen des Vereins von der Liga-Exekutive zurückgewiesen, trägt
der Bundesligaverein die notwendigen Kosten des Beschlussverfahrens einschließlich
der Reisekosten der Mitglieder des Dreierausschusses in Höhe
der DJB -Spesenordnung.
4.1.3.5 Die Liga-Exekutive hat die Möglichkeit aus eigenem Antrieb tätig zu werden
und die Beteiligten zu Stellungnahmen aufzufordern.
4.1.3.6 Die Rechtsordnung des DJB findet entsprechende Anwendung.
4.1.4 Mannschaftsstartgenehmigung
4.1.4.1 Voraussetzung für die Erteilung einer Mannschaftsstartgenehmigung eines
Bundesligavereins ist:
a) die schriftliche Meldung des Vereins mit der offiziellen DJB-Mannschaftsstartliste
beim zuständigen Landesverbands-Sportreferenten,
b) die sportliche Qualifikation des betreffenden Vereins durch die dafür vorgesehenen
Aufstiegskämpfe,
c) die Hinterlegung einer Kaution in Höhe von € 1.000,-- beim DJB,
Sollte ein Verein eine Bundesligamannschaft im Männer- und Frauenbereich
aufweisen, so ist eine Gesamtkaution in Höhe von 1.500,-- für beide Mannschaften
zu hinterlegen. Die Kaution kann in bar oder durch eine unbefristete
und unverzinsliche Bürgschaft eines Kreditinstitutes auf erste Anforderung
erbracht werden. Vereine, die aus der Bundesliga absteigen oder zurückziehen,
bekommen ihre Kaution erst dann zurück, wenn keine Forderungen mehr
seitens des DJB bestehen.
d) die Überweisung eines Startgeldes in Höhe
von € 2.045,-- für die 1. Buli Männer
von € 2.045,-- für die 2. Buli Männer
von € 1.022,-- für die 1. Buli Frauen
von € 1.022,-- für die 2. Buli Frauen
auf das Konto des DJB
e) die Teilnahme einer Jugendmannschaft des Bundesligavereins an den
Qualifikationsmeisterschaften im jeweiligen Landesverband und zwar bei einem
Aufsteiger in die Bundesliga in der erstmaligen Bundesligasaison, ansonsten
muss bei Wiederbeantragung der Mannschaftstartgenehmigung der
Bundesligaverein mit seiner Jugendmannschaft an den Qualifikationskämpfen
desjenigen Jahres teilgenommen haben, das der beantragten Saison vorhergeht;
die Anerkennung der jeweiligen Ligavereinbarung und dieser WettDeutscher
Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 23 von 50
kampfordnung durch den Bundesligaverein und dessen einzelne Kämpfer, die
mit dem Antrag auf Erteilung der Startgenehmigung erfolgt.
4.1.4.2 Diese vorgenannten Voraussetzungen müssen bis spätestens 15. Februar
der jeweiligen Saison erfüllt sein und bis 1. März der Saison durch Vorlage
entsprechender Belege der DJB-Geschäftsstelle nachgewiesen sein.
4.1.4.3 Tritt ein Verein nach Beginn der Saison mit einer Mannschaft aus der Bundesliga
aus, so verfällt die Kaution in Höhe von € 1.000,-- für die jeweilige
Mannschaft zugunsten des DJB, der sie zweckgebunden für die Bundesliga
zu verwenden hat. Entstehen den Ausrichtern durch den Austritt dieses Vereins
nachweisbare Schäden und Kosten, so ist ihnen der austretende Verein
pro Kampftag zum Schadensersatz bis zur Höhe von 2.000,--€ für die 1. Liga
und bis zur Höhe von 1.000,-- € in der 2. Liga verpflichtet. Im Falle eines
Austritts einer Vereinsmannschaft nach Saisonbeginn aber vor Ende der Vorrundenkampftage
aus der Bundesliga werden alle Ergebniswertungen aus
Kämpfen mit diesem Verein annulliert. Scheidet ein Verein freiwillig aus der
Bundesliga aus, ist er für die laufende Saison nicht mehr in der Bundesliga
startberechtigt. Der ausscheidende Verein hat mit seiner Mannschaft in einer
Liga seines Landesverbandes neu zu starten.
4.1.4.4 Beabsichtigt ein Verein sein Bundesliga-Startrecht nach Beendigung der Saison
für die folgende Saison mit einer Mannschaft nicht wahrzunehmen, so ist
dies dem DJB bis spätestens 2 Monate vor Ende der Saison schriftlich zur
Kenntnis zu geben. In diesem Falle verfällt die Kaution grundsätzlich zugunsten
des DJB, sofern nicht ein weiterer Verein für diesen ausscheidenden
Bundesligaverein in die Bundesliga aufsteigt. Verzichtet ein Bundesliga-Verein
auf sein Startrecht für eine Mannschaft für die kommende Saison nach
Ablauf der vorgenannten Frist, verfällt die Kaution ausnahmslos zugunsten
des DJB. Entstehen einer Bundesligamannschaft durch den Austritt eines
Vereins nachweisbare Schäden und Kosten, z.B. durch Verlust eines Kampftages,
so ist ihr der austretende Verein bis zur Höhe von jeweils € 500,-- pro
Kampftag zum Schadensersatz verpflichtet.
4.1.4.5 Solange noch Sanktionsgelder aus abgelaufenen Wettkampfsaisons offen
sind, besteht kein Startrecht in der Bundesliga. Sollten Sanktionsgelder nicht
bis zum 01.12. der laufenden Saison bezahlt worden sein oder sollte mit der
Liga-Exekutive keine Zahlungsmodalität getroffen worden sein, wird dies als
Verzicht des Bundesligavereines auf sein Startrecht angesehen.
4.1.5 Einzelstartgenehmigung
4.1.5.1 Ein Verein hat für seine Kämpfer eine Startberechtigung zu beantragen.
Startberechtigt in der Bundesliga Männer sind Männer und Männer U20. Ein
Verein kann dabei für Kämpfer anderer Vereine die Doppelstartgenehmigung
beantragen, wenn dieser nicht Mitglied in diesem Bundesligaverein ist. Voraussetzung
für die Doppelstartgenehmigung ist die Genehmigung des
Stammvereins.
4.1.5.2 Ein Judoka kann während einer Saison nur für eine Mannschaft in der Bundesliga
starten.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 24 von 50
4.1.5.3 Alle auf der Mannschaftsliste aufgeführten Judoka müssen Mitglied in einem
dem DJB angeschlossenen Verein sein.
4.1.5.4 Im Falle einer doppelten Staatsbürgerschaft, von denen eine die deutsche
ist, ist der Judoka als Deutscher im Sinne dieser Ordnung anzusehen. Dies
gilt nicht, sofern er bei nationalen Meisterschaften in einem anderen Land als
Deutschland in den letzten zwei Jahren gestartet ist oder sofern er international
in den letzten zwei Jahren für ein anderes Land als Deutschland gestartet
ist. In diesen Fällen wird er trotz doppelter Staatsbürgerschaft nicht als
Deutscher behandelt.
4.1.5.5 Eine Kämpferstartgenehmigung für eine Saison ist zu versagen, wenn sich
der Judoka nicht dieser Ordnung und der Ligavereinbarung sowie den
rechtmäßigen Sanktionen der vorangegangenen Saison unterworfen hat.
4.1.5.6 Der Landessportreferent überprüft die Angaben zur Startberechtigung der
Kämpfer/innen nach 4.5.1, 4.5.2, 4.5.4 und 4.5.5 sowie die Erfordernisse hinsichtlich
der Teilnahme einer Jugendmannschaft nach 4.4.1 e) und bestätigt
die Kämpferstartberechtigung in der Mannschaftsliste. Die vollständig geprüfte
Mannschaftsliste ist bis spätestens 01.03. der Saison an die DJB-Geschäftsstelle
zu übersenden. Der Landessportreferent hat die Unterlagen zur
Prüfung der Angaben zur Startberechtigung aufzubewahren und hat sie dem
DJB auf Verlangen jederzeit vorzulegen.
4.1.5.7 Der DJB überprüft die weiteren Angaben zur Startgenehmigung dieser Ordnung
und erteilt die entsprechende Startgenehmigung, vorbehaltlich einer
späteren Feststellung einer zu Unrecht erteilten Startberechtigung. Eine zu
Unrecht erteilte Startgenehmigung ist unwirksam, wobei kein guter Glaube
schützt. Kann die Startberechtigung bis zum 01.03. nicht überprüft werden,
erhält der betreffende Kämpfer kein Startrecht. Die Nichterteilung erfolgt
durch Streichung des Namens aus der Mannschaftsliste.
4.1.5.8 Der jeweilige Verein hat selbst anhand des Mitgliedsausweises seiner Kämpfer
für die Gültigkeit, die Vereinszugehörigkeit sowie die sonstigen Voraussetzungen
für einen Bundesligastart seiner Kämpfer ein zu stehen. Der Verein
garantiert für die Richtigkeit seiner Angaben ausnahmslos.
4.1.5.9 Nachmeldungen sind ausgeschlossen.
4.1.6 Auslosung der Saison und bei den einzelnen Wettkampftagen
4.1.6.1 Die Auslosung der Wettkampfpaarungen der Bundesliga Frauen und der
Bundesliga Männer erfolgt vor Beginn der Vorrunde. In der Bundesliga Männer
hat die Auslosung 2 Jahre Gültigkeit, wobei im 2. Jahr das Heimrecht
wechselt. Bei den Frauen gilt die Auslosung für eine Saison.
4.1.6.2 Die Auslosung erfolgt durch den Bundesligaausschuss bzw. seine Beauftragten.
Vertretern der Bundesliga-Vereine ist die Anwesenheit bei der Auslosung
gestattet.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 25 von 50
4.1.6.3 Vor Beginn einer jeden Veranstaltung ist von der sportlichen Leitung unter
Hinzuziehung der Mannschaftsvertreter eine Auslosung durchzuführen, die
festlegt, in welcher Reihenfolge die Wettkämpfe in den jeweiligen Gewichtsklassen
durchgeführt werden. Die Auslosung der Kampfreihenfolge erfolgt
nur einmal pro Veranstaltungstag und ist maßgebend für alle Mannschaftskämpfe
an diesem Tag.
4.1.6.4 Die Wettkämpfe der 1. und 2. Bundesliga werden jeweils zu festgesetzten
Terminen ausgetragen. Die Termine werden in der Ligavereinbarung festgelegt.
4.1.6.5 Vereine, die an dem Einsatz einer oder mehrerer Leistungsträger aufgrund
von Verpflichtungen der Leistungsträger durch Aufgaben oder Berufungen
des DJB oder durch eine Europacupteilnahme eines Bundesligavereines an
diesem Tag gehindert sind, können schriftlich Terminverschiebung beantragen.
Der DJB versucht, nach Absprache mit den Vereinen einen Ausweichtermin
festzulegen.
4.1.6.6 In anderen Fällen erfolgt grundsätzlich keine Verschiebung des Kampftages.
In Ausnahmefällen kann auf Antrag aller beteiligten Vereine und nach Zustimmung
der Liga-Exekutive eine Verlegung erfolgen. Ein entsprechender
Antrag muss spätestens bis Ende Februar beim DJB eingegangen sein.
4.1.6.7 Reist eine Mannschaft nach Beendigung der offiziellen Wiegezeit zu einem
angesetzten Bundesligawettkampf an, verliert diese Mannschaft ihr Startrecht
für diesen Wettkampftag. In diesem Fall erhält/erhalten die andere/n
Mannschaft/en zwei Siegpunkte, sowie in Höhe der jeweiligen Mannschaftsstärke
Einzelsiegpunkte und entsprechende Wertungspunkte.
4.1.6.8 Tritt eine Mannschaft zu einem angesetzten Bundesligawettkampf nicht an,
verliert diese Mannschaft ihr Startrecht für diesen Wettkampftag. In diesem
Fall erhält/erhalten die andere/n Mannschaft/en zwei Siegpunkte, sowie in
Höhe der jeweiligen Mannschaftsstärke Einzelsiegpunkte und entsprechende
Wertungspunkte.
4.1.7 Bewertung
4.1.7.1 Die siegreiche Mannschaft erhält zwei Gewinnpunkte. Im Falle eines Unentschieden,
wobei die Einzelkampfpunkte, nicht die Wertungspunkte, ausschlaggebend
sind, erhält jede Mannschaft einen Gewinnpunkt.
4.1.7.2 Weisen mehrere Mannschaften den gleichen Gewinnpunktestand auf, so entscheidet
der Einzelpunktestand (Einzelsiege und Niederlagen). Es nimmt die
Mannschaft den höheren Rang ein, die in der Differenz zwischen Plus- und
Minuspunkten (Einzelsiege und Niederlagen) den höheren Plus- bzw. den
niedrigeren Minuspunktestand aufweist. Ist auch hier ein Gleichstand vorhanden,
entscheidet in entsprechender Anwendung der vorgenannten Regelung
die Differenz der Wertungspunkte über den höheren Tabellenstand.
Bei gleicher Differenz entscheidet der höhere Stand der positiven Punkte
(Einzelsiegpunkte vor Wertungspunkten). Besteht auch hier Gleichheit, so
nimmt die Mannschaft den höheren Rang ein, die im direkten Vergleich den
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 26 von 50
Sieg für sich verbuchen konnte. Ergeben sich auch daraus keine Unterscheidungen
über die Rangfolge, werden Stichkämpfe in drei Gewichtsklassen
durchgeführt. Die Stichkämpfe werden nach Golden Score durch Pflichtentscheid
entschieden.
4.1.8 Kampfrichterkosten
Der jeweilige Ausrichter eines Kampftages hat die Kosten für die eingesetzten
Kampfrichter zu zahlen. Es werden die Kosten gemäß der DJB–Reisekostenordnung
erstattet. Die Auszahlung erfolgt direkt am Kampftag durch
den Ausrichter. Der gastgebende Verein hat die verauslagten Kampfrichterkosten
der Kampftage Vorrunde beim DJB einzufordern, wobei der DJB innerhalb
von 7 Tagen nach Aufforderung die verauslagten Kampfrichterkosten
ersetzt. In der Play-off-Runde, der Endrunde und bei einem möglichen Relegationskampf
hat der gastgebende Verein die Kampfrichterkosten von den
beteiligten Vereinen anteilig einzufordern.
4.1.9 Modus 1. Bundesliga Männer
4.1.9.1 Mannschaft
Eine Mannschaft besteht in einem Durchgang eines Mannschaftskampfes
aus 7 Kämpfern; je ein Kämpfer pro Gewichtsklasse in den international gültigen
Gewichtsklassen. Es werden pro Wettkampf zweier Mannschaften zwei
Durchgänge gekämpft. Im zweiten Durchgang hat jede Mannschaft mindestens
drei Kämpfer neu einzuwechseln und einzusetzen, die im ersten Durchgang
noch nicht gekämpft haben. Pro Wettkampftag kann eine Pause von 30
Minuten eingelegt werden. Pro Wettkampf sind mindestens 10 der 14 Einzelkämpfe
durch deutsche Kämpfer zu bestreiten.
4.1.9.2 Wettkampfpaarungen
4.1.9.2.1 Vorrunde
4.1.9.2.1.1 Die Vorrunde wird innerhalb jeder Gruppe an 7 Wettkampftagen
durchgeführt. Bei jeder Bundesligaveranstaltung an einem Kampftag
treffen jeweils eine Heim- und eine Gastmannschaft aufeinander.
4.1.9.2.1.2 Jeder Verein erhält in der Vorrunde mindestens drei, maximal vier
Heimveranstaltungen.
4.1.9.2.1.3 Die Wettkampfpaarungen werden vor Beginn der Saison für die ungeraden
Kalenderjahre durch Setzen und im Losverfahren ermittelt.
Diese Auslosung ist für zwei Jahre gültig, wobei das Heimrecht im
Folgejahr, also in geraden Kalenderjahren, wechselt.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 27 von 50
4.1.9.2.2 Kampfpaarungen Vorrunde:
1. Kampftag 5. Kampftag
Team 1 : Team 2 Team 1 : Team 6
Team 7 : Team 3 Team 2 : Team 5
Team 6 : Team 4 Team 3 : Team 4
Team 8 : Team 5 Team 8 : Team 7
2. Kampftag 6. Kampftag
Team 3 : Team 1 Team 7 : Team 1
Team 2 : Team 8 Team 6 : Team 2
Team 4 : Team 7 Team 5 : Team 3
Team 5 : Team 6 Team 4 : Team 8
3. Kampftag 7. Kampftag
Team 1 : Team 4 Team 1 : Team 8
Team 2 : Team 3 Team 2 : Team 7
Team 7 : Team 5 Team 3 : Team 6
Team 8 : Team 6 Team 4 : Team 5
4. Kampftag
Team 5 : Team 1
Team 4 : Team 2
Team 3 : Team 8
Team 6 : Team 7
4.1.9.2.3 Meisterrunde 8. Kampftag
4.1.9.2.3.1 Nach Beendigung der Vorrunde wird eine Meisterrunde ausgetragen,
an der die vier ersten Mannschaften der Vorrunde der Bundesebenen
Nord und Süd, insgesamt also acht Mannschaften, startberechtigt
sind.
4.1.9.2.3.2 In der Meisterrunde des 8. Kampftages werden erzielte Punkte aus
der Vorrunde nicht berücksichtigt.
4.1.9.2.3.3 Kampfpaarungen Meisterrunde:
A) 1. Nord – 4. Süd B) 1. Süd – 4. Nord
C) 2. Nord – 3. Süd D) 2. Süd – 3. Nord
Bei jeder Kampfpaarung treffen jeweils eine Heim- und eine Gastmannschaft
aufeinander. Dies sind vier Wettkampforte.
4.1.9.2.3.4 Ausrichter des achten Kampftages sind die zwei bestplatzierten
Mannschaften der jeweiligen Vorrunden.
4.1.9.2.3.5 Die Meisterrunde wird im KO-System durchgeführt. Es findet kein
Rückkampftag statt. Die siegreichen Mannschaften der Meisterrunde
sind für die Finalrunde qualifiziert.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 28 von 50
4.1.9.2.3.6 Kommt es zu einem Gleichstand in der Meisterrunde, die Unterbewertung
ist auch zu berücksichtigen, so müssen alle sieben Gewichtsklassen
für eine weitere Begegnung neu benannt werden. Alle
vorherigen Starter sind auch wieder startberechtigt. Von den sieben
Kämpfern müssen fünf Kämpfer Deutsche sein. Anschließend werden
drei Gewichtsklassen ausgelost und die Kämpfe erfolgen in der
Reihenfolge der Auslosung. Für diese Stichkämpfe gilt die Golden
Score Regelung.
Dies gilt auch für die Finalrunde.
4.1.9.2.4 Finalrunde 9. Kampftag
4.1.9.2.4.1 Das Finale wird an einem Kampftag in Turnierform durchgeführt. Es
wird auf einer Matte gekämpft.
4.1.9.2.4.2 Ausrichter ist in den geraden Kalenderjahren der Gewinner der Begegnung
B), in den ungeraden Kalenderjahren der Gewinner der Begegnung
A) des achten Kampftages.
4.1.9.2.4.3 Kampfpaarungen Finalrunde:
I) Sieger A) – Sieger D) II) Sieger B) – Sieger C)
anschließend das Finale: Sieger I) – Sieger II)
4.1.9.2.4.4 Der Sieger des Finales ist Deutscher Mannschaftsmeister, der Verlierer
des Finales ist Deutscher Mannschaftsvizemeister, die Verlierer I)
und II) sind die Bronzemedaillengewinner.
Die Finalisten vertreten den DJB im Europacup. Die Teilnehmer der
Finalrunde erhalten vom DJB gestiftete Pokale. Der Sieger, der
Zweit- und die beiden Drittplatzierten erhalten je 20 Medaillen in
Gold, Silber bzw. Bronze.
4.1.9.2.5 Heimrecht Aufsteiger
Bei der Berücksichtigung des Heimrechts tritt ein Aufsteiger an die Stelle
des Absteigers bzw. einer ausscheidenden Mannschaft.
4.1.2.9.6 Aufstieg und Abstieg 1. Bundesliga Männer
4.1.9.2.6.1 Die siebtplatzierten und achtplatzierten Mannschaften der 1. Liga
kämpfen mit den erstplatzierten und zweitplatzierten Mannschaften
der 2. Liga in einem Relegationsturnier das zukünftige Startrecht in
der 1. Liga aus. Dieses Relegationsturnier findet in jeder Bundesebene
statt. Die Teilnahme an diesem Turnier ist Pflicht. Wer an diesem
Turnier nicht teilnimmt, verliert sein Bundesligastartrecht und die
Kaution verfällt an den DJB. Der Termin des Turniers wird vom DJB
festgesetzt.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 29 von 50
4.1.9.2.6.2 Dieses Turnier wird auf zwei Matten im Modus „jeder gegen jeden“
ausgetragen. Ausrichter ist der Erstplatzierte der 2. Bundesliga.
(1. vs. 2.; 7. vs. 8. – 1. vs. 8.; 2. vs. 7. – 1. vs. 7.; 2. vs. 8.)
Die Bewertung wird in den Punkten 4.1.7 geregelt. Die beiden erstplatzierten
Vereine kämpfen in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga.
Sofern die beiden Vereine der 1 Liga das Relegationsturnier
gewinnen, behalten sie bei den Ansetzungen ihre Position. Sollten
Vereine aus der 2. Liga aufsteigen, übernehmen sie bei den Ansetzungen
die Position des Absteigers oder der Absteiger.
4.1.9.2.6.3 Eine Mannschaft besteht aus sieben Kämpfern, je ein Kämpfer pro
Gewichtsklasse in den international gültigen Gewichtsklassen. Es erfolgt
kein zweiter Durchgang, wie sonst üblich in der Bundesliga. Pro
Mannschaftsbegegnung sind mindestens fünf der sieben Einzelkämpfe
durch deutsche Kämpfer zu bestreiten.
4.1.9.2.6.4 Vereine die am Relegationsturnier teilnehmen, können ihre Mannschaft
mit neuen Athleten verstärken. Judoka, die für das Relegationsturnier
neu in die Mannschaft aufgenommen werden und sich mit
dieser Mannschaft für die 1. Bundesliga qualifizieren, sind in dem
darauf folgenden Jahr nur für diesen Verein in der Bundesliga startberechtigt.
Für die zusätzlich aufgenommenen Athleten ist eine neue
Mannschaftsstartliste zu erstellen und mit den Startgenehmigungen
der Gaststarter zu versehen. Außerdem müssen alle neuen Mannschaftsstarter
eine Belehrung unterschreiben, dass sie im Falle einer
Qualifikation für die 1. Bundesliga im Folgejahr nur für diesen Verein
in der Bundesliga startberechtigt sind.
4.1.10 Modus 2. Bundesliga Männer
4.1.10.1 Mannschaft
Eine Mannschaft besteht in einem Durchgang eines Mannschaftskampfes
aus 7 Kämpfern; je ein Kämpfer pro Gewichtsklasse in den international gültigen
Gewichtsklassen
4.1.10.2 Ligarunde
4.1.10.2.1 Die Ligarunde wird innerhalb jeder Gruppe an 7 Wettkampftagen möglichst
zusammenhängend durchgeführt. Bei jeder Bundesligaveranstaltung
an einem Kampftag treffen jeweils eine Heim- und eine Gastmannschaft
aufeinander.
4.1.10.2.2 Jeder Wettkampftag besteht aus einer Begegnung mit zwei Durchgängen
der Heim- bzw. Gastmannschaft. Im zweiten Durchgang hat jede Mannschaft
mindestens drei Kämpfer neu einzuwechseln und einzusetzen, die
im ersten Durchgang noch nicht gekämpft haben. Es kann eine Pause von
30 Minuten zwischen den beiden Durchgängen eingelegt werden. Pro
Wettkampftag sind mindestens 10 der 14 Einzelkämpfe durch deutsche
Kämpfer zu bestreiten.
4.1.10.2.3 Siehe 4.1.9.2.1.3
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 30 von 50
4.1.10.2.4 Kampfpaarungen:
Siehe 4.1.9.2.2
4.1.10.3 Aufstieg in die 1. Liga
4.1.10.3.1 Der Aufstieg in die 1. Bundesliga wird in den Punkten 4.1.9.2.6 ff geregelt.
4.1.10.3.2 Die Sieger, Zweit- und Drittplatzierten erhalten je 20 Medaillen in Gold,
Silber bzw. Bronze.
4.1.10.3.3 Nimmt ein aufstiegsberechtigter Verein sein Aufstiegsrecht in die 1. Bundesliga
nicht wahr, so verfällt seine Kaution an den DJB, der sie zweckgebunden
für die Bundesliga zu verwenden hat. Steigt ein Verein freiwillig
nicht in die 1. Bundesliga auf, ist er auch nicht mehr in der 2. Bundesliga
startberechtigt. Er kann den Aufstieg in die 2. Bundesliga erst wieder in
der übernächsten Saison im Rahmen der Aufstiegskämpfe zur 2. Bundesliga
erreichen.
4.1.10.3.4 Sollte durch ein Ausscheiden eines oder mehrerer Vereine aus der 1. Bundesliga
oder durch den Startverzicht eines oder mehrerer Vereine aus der
1. Bundesliga ein weiterer Startplatz in der 1. Bundesliga vergeben werden,
so erhalten das Startrecht die Vereine der 2. Bundesliga in der Reihenfolge
ihrer Platzierungen.
4.1.10.3.5 Bei der Berücksichtigung des Heimrechts tritt der Aufsteiger in die 1. Liga
an die Stelle des Absteigers bzw. einer ausscheidenden Mannschaft.
4.1.10.4 Abstieg aus der 2. Liga
4.1.10.4.1 Die achtplatzierte Mannschaft der jeweiligen Gruppe der 2. Bundesliga
steigt in die Regionalliga oder bei deren Fehlen in die Landesliga ab.
4.1.10.4.2 Sollte eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga während der laufenden Saison
ausscheiden oder sollte eine Mannschaft ihr Startrecht für die kommende
Saison nicht wahrnehmen, kann die achtplatzierte Mannschaft eine
Willenserklärung auf Verbleib in der 2. Bundesliga abgeben. Dies muss
innerhalb von 14 Tagen nach Mitteilung über das Ausscheiden oder der
Nichtwahrnehmung des Startrechtes durch eine Mannschaft erfolgen. Erfolgt
keine positive Willenserklärung, steigt die Mannschaft in die Regionalliga
ab.
4.1.10.5 Aufstieg in die 2. Liga
4.1.10.5.1 Es steigt mindestens eine Mannschaft aus den durchzuführenden Aufstiegsturnieren
der jeweiligen Bundesebene in die 2. Bundesliga auf. Das
Aufstiegsturnier zählt zur neuen Bundesligasaison.
4.1.10.5.2 Für das Aufstiegsturnier findet der vorstehende Fachteil Bundesliga entsprechende
Anwendung, es sei denn, es wird in nachfolgender Aufstiegsregelung
eine Ausnahme festgelegt oder ist aufgrund der Besonderheit
der Aufstiegsrunde erforderlich.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 31 von 50
4.1.10.5.3 An den Aufstiegsturnieren Nord und Süd nehmen zwei Vereine der jeweiligen
Gruppe (Nord, Nord-Ost, West bzw. Süd, Süd-West, Mitte) teil. Teilnehmende
Vereine müssen Platz eins bis vier in ihrer Gruppe belegt haben.
Sollte in einer Gruppe keine Regionalliga bestehen, kann ein Verein
pro Landesverband der jeweiligen Gruppe für das Aufstiegsturnier gemeldet
werden. Die Teilnehmerzahl der Gruppe mit einer Regionalliga erhöht
sich entsprechend der Zahl der gemeldeten Mannschaften ohne Regionalliga.
4.1.10.5.4 Eine Mannschaft besteht aus sieben Kämpfern. Die Kämpfer müssen das
erforderliche Alter im Jahr der Durchführung der Aufstiegsrunde aufweisen.
Pro Wettkampf und Mannschaft sind mindestens fünf der sieben Einzelkämpfe
des Mannschaftskampfes durch deutsche Kämpfer zu bestreiten.
4.1.10.5.5 Vereine, die sich für das Aufstiegsturnier qualifiziert haben, können ihre
Mannschaft mit neuen Athleten verstärken. Diese neu in die Mannschaft
aufgenommenen Athleten, die nicht dem Verein der um den Aufstieg
kämpft angehören, müssen eine Startgenehmigung ihres Stammvereins
vorlegen.
4.1.10.5.6 Judoka, die für das Aufstiegsturnier neu in die Mannschaft aufgenommen
wurden und mit dieser Mannschaft den Aufstieg in die 2. Bundesliga erreichen,
sind in dem darauf folgenden Jahr nur für diesen Verein in der Bundesliga
startberechtigt, wobei die Meldung für diese Mannschaft in der
Aufstiegsrunde entscheidend ist.
Für die zusätzlich aufgenommenen Athleten ist eine neue Mannschaftsstartliste
zu erstellen und mit Startgenehmigungen der Gaststarter und einer
von allen Mannschaftsmitgliedern unterschriebenen Belehrung über
die Startberechtigung im Folgejahr bei Aufstieg in die 2. Bundesliga rechtzeitig
an den zuständigen Gruppenkoordinator zu senden. Der Gruppenkoordinator
kann hierzu eine Frist setzen. Die durch den Gruppenkoordinator
bestätigten und abgezeichneten Listen sind an der Waage vorzulegen
und durch die sportliche Leitung an den DJB zu schicken
4.1.10.5.7 Der Modus richtet sich nach der Teilnehmerzahl. Es muss jedoch sichergestellt
werden, dass sich eine Rangfolge der ersten vier Mannschaften
ergibt.
4.1.10.5.8 Der Austragungsort des Aufstiegsturniers wechselt zwischen den Gruppen.
4.10.5.9 Sollte durch ein Ausscheiden eines oder mehrerer Vereine aus der 2. Bundesliga
oder durch den Startverzicht eines oder mehrerer Vereine aus der
2. Bundesliga ein weiterer Startplatz in der 2. Bundesliga vergeben werden,
so erhalten das Startrecht die Vereine der Aufstiegsrunde in der Reihenfolge
ihrer Platzierungen.
4.1.10.5.10 Bei der Berücksichtigung des Heimrechts tritt der Aufsteiger an die Stelle
des Absteigers bzw. einer ausscheidenden Mannschaft.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 32 von 50
4.1.10.5.11 Die Qualifikanten zur Aufstiegsrunde 2. Liga können sich zwei Wochen
vor der Veranstaltung kostenfrei abmelden. Danach fallen € 500,-- Strafgelder
an. Daraus soll auch der Veranstalter bei Nachweis entstandener
Kosten bedient werden.
4.1.11 Modus 1. und 2. Liga Frauen
4.1.11.1 Mannschaft
Eine Mannschaft besteht aus 7 Kämpferinnen; je eine Kämpferin pro Gewichtsklasse
in den international gültigen Gewichtsklassen.
4.1.11.2 Vorrunde
4.1.11.2.1 Die Vorrunde wird innerhalb jeder Gruppe an vier Wettkampftagen in
Dreierturnierform (jeder gegen jeden) durchgeführt, wobei jeder Mannschaftskampf
als in sich abgeschlossen gilt, so dass die Mannschaft vor
jedem weiteren Mannschaftskampf einer Bundesliga-Veranstaltung geändert
werden kann.
4.1.11.2.2 Pro Wettkampf und Mannschaft sind mindestens 5 Kämpfe der 7 Einzelkämpfe
des Mannschaftskampfes durch deutsche Kämpferinnen zu bestreiten.
4.1.11.2.3 Vereine mit den Losnummern 1, 3 und 8 haben zwei Heimveranstaltungen
und werden unter den drei Bestplatzierten (der Vorrunde) der Vorjahres-
Saison ausgelost. Danach werden die restlichen Vereine ausgelost, welche
die Losnummern 2, 4, 5, 6, 7 bzw. 9 erhalten. Jeder dieser Vereine
hat nur einmal Heimrecht. Die Bundesligavereine werden an den vorgegebenen
Zahlenstellen des Schemas eingesetzt.
4.1.11.2.4 Kampfpaarungen:
1. Kampftag:
4-7, 1-7. 1-4 (Los-Nr. 1 Ausrichter)
2-5, 8-5, 8-2 (Los-Nr. 8 Ausrichter)
3-9, 6-9, 6-3 (Los-Nr. 6 Ausrichter)
2. Kampftag:
2-3, 1-3, 1-2 (Los-Nr. 1 Ausrichter)
5-6, 4-6, 4-5 (Los-Nr. 4 Ausrichter)
8-9, 7-9, 7-8 (Los-Nr. 7 Ausrichter)
3. Kampftag:
1-9, 5-9, 5-1 (Los-Nr. 5 Ausrichter)
6-7, 2-7, 2-6 (Los-Nr. 2 Ausrichter)
4-8, 3-8, 3-4 (Los-Nr. 3 Ausrichter)
4. Kampftag:
1-6, 8-6, 8-1 (Los-Nr. 8 Ausrichter)
2-4, 9-4, 9-2 (Los-Nr. 9 Ausrichter)
5-7, 3-7, 3-5 (Los-Nr. 3 Ausrichter)
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 33 von 50
4.1.11.3 Finalrunde 1. Bundesliga Frauen
4.1.11.3.1 Nach Beendigung der Vorrunde wird in der 1. Bundesliga Frauen eine Finalrunde
ausgetragen, an der die drei ersten Mannschaften der Vorrunde
der Bundesebenen Nord und Süd, insgesamt also sechs Mannschaften,
startberechtigt sind.
4.1.11.3.2 Pro Wettkampf und Mannschaft sind mindestens 5 Kämpfe der 7 Einzelkämpfe
des Mannschaftskampfes durch deutsche Kämpferinnen zu bestreiten.
4.1.11.3.3 In der Finalrunde wechselt das Heimrecht jährlich zwischen den Erstplatzierten
der Vorrunde der Bundesebenen Nord und Süd.
4.1.11.3.4 Kampfpaarungen Finalrunde:
Pool A/Matte 1 Pool B/Matte 2
1. Kampf: Nord 1 - Süd 3 Süd 1 - Nord 3
2. Kampf: Süd 2 - Süd 3 Nord 2 - Nord 3
3. Kampf: Nord 1 - Süd 2 Süd 1 - Nord 2
4.1.11.3.5 Das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bestreiten die beiden
Poolsieger A und B.
4.1.11.3.6 Der Sieger des Finalkampfes ist der Deutsche Mannschaftsmeister, die
Poolzweiten A und B sind die Bronzemedaillengewinner. Der Deutsche
Mannschaftsmeister als Sieger der 1. Bundesliga, der Vizemeister und die
beiden drittplatzierten Mannschaften erhalten vom DJB gestiftete Pokale.
Die Sieger, Zweit- und Drittplatzierten erhalten je 15 Medaillen in Gold,
Silber oder Bronze. Die beiden erstplatzierten Mannschaften können den
DJB im Europacup vertreten und werden der EJU gemeldet, die über die
Teilnahme entscheidet.
4.1.11.4 Abstieg aus der 1. Liga
4.1.11.4.1 Die jeweils neuntplatzierte Mannschaft der 1. Bundesliga Nord und Süd
steigt in die 2. Bundesliga ab.
4.1.11.4.2 Sollte eine Mannschaft aus der 1. Bundesliga während der laufenden Saison
ausscheiden oder sollte eine Mannschaft ihr Startrecht für die kommende
Saison nicht wahrnehmen, kann die neuntplatzierte Mannschaft
eine Willenserklärung auf Verbleib in der 1. Bundesliga abgeben. Dies
muss innerhalb von 14 Tagen nach Mitteilung über das Ausscheiden oder
der Nichtwahrnehmung des Startrechtes durch eine Mannschaft erfolgen.
Erfolgt keine positive Willenserklärung, steigt die Mannschaft in die 2. Liga
ab.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 34 von 50
4.1.11.5 Aufstieg in die 1. Liga
4.1.11.5.1 Der Sieger der Vorrunde Nord (aus der 2. Bundesliga)ist der Aufsteiger in
die 1. Bundesliga Nord, der Sieger der Vorrunde Süd ist der Aufsteiger in
die 1. Bundesliga Süd.
4.1.11.5.2 Die Sieger, Zweit- und Drittplatzierten der 2. Bundesliga erhalten
je 15 Medaillen in Gold, Silber oder Bronze.
4.1.11.5.3 Nimmt ein aufstiegsberechtigter Verein sein Aufstiegsrecht in die 1. Bundesliga
nicht wahr, so verfällt seine Kaution an den DJB, der sie zweckgebunden
für die Bundesliga zu verwenden hat. Steigt ein Verein freiwillig
nicht in die 1. Bundesliga auf, ist er auch nicht mehr in der 2. Bundesliga
startberechtigt. Er kann den Aufstieg in die 2. Bundesliga erst wieder in
der übernächsten Saison im Rahmen der Aufstiegskämpfe zur 2. Bundesliga
erreichen.
4.1.11.5.4 Sollte durch ein Ausscheiden eines oder mehrerer Vereine aus der 1. Bundesliga
oder durch den Startverzicht eines oder mehrerer Vereine aus der
1. Bundesliga ein weiterer Startplatz in der 1. Bundesliga vergeben werden,
so erhalten das Startrecht die Vereine der 2. Bundesliga in der Reihenfolge
ihrer Platzierungen.
4.1.11.6 Abstieg aus der 2. Liga
4.1.11.6.1 Die neuntplatzierte Mannschaft der jeweiligen Bundesebene der 2. Bundesliga
steigt in die Regionalliga oder bei deren Fehlen in die Landesliga ab.
4.1.11.6.2 Sollte eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga während der laufenden Saison
ausscheiden oder sollte eine Mannschaft ihr Startrecht für die kommende
Saison nicht wahrnehmen, kann die neuntplatzierte Mannschaft eine
Willenserklärung auf Verbleib in der 2. Bundesliga abgeben. Dies muss innerhalb
von 14 Tagen nach Mitteilung über das Ausscheiden oder der
Nichtwahrnehmung des Startrechtes durch eine Mannschaft erfolgen. Erfolgt
keine positive Willenserklärung steigt die Mannschaft in die Regionalliga
ab.
4.1.11.7 Aufstieg in die 2. Liga
Insoweit gilt 4.1.10.5 entsprechend unter Berücksichtigung der Besonderheiten
der Bundesliga Frauen.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 35 von 50
4.2 Regionalliga
4.2.1 Allgemeines
4.2.1.1 Die Regionalliga ist die höchste Wettkampfklasse in den einzelnen DJBGruppen
und dient zur Ermittlung des jeweiligen Mannschaftsmeisters. Ihr
nachgeordnet können in den einzelnen Landesverbänden Ober-, Landes-,
Bezirks- und Kreisligen durchgeführt werden.
4.2.1.2 Es gilt die Wettkampfordnung, insbesondere Teil 4 und die Passordnung des
Deutschen Judo-Bundes sinngemäß mit den in den nachstehend aufgeführten
Ziffern bestimmten Ausnahmen. Die Bestimmungen des Statuts werden
ergänzt durch eine Ligavereinbarung zwischen dem Ligabeauftragten und
den beteiligten Vereinen.
4.2.1.3 Über Einführung und Auflösung der Regionalligen entscheidet die DJBMitgliederversammlung
auf Antrag der Regionalligatagung.
4.2.1.4 Für die aktuellen Angelegenheiten ist die Liga-Exekutive der jeweiligen
Gruppe zuständig. Die Liga-Exekutive besteht aus den Sportreferenten der
Länder jeder Gruppe. Sie wählen aus ihren Reihen den Ligabeauftragten.
Der Ligabeauftragte ist für den Ablauf und die Verwaltung der Regionalliga
zuständig. Außerdem ist er Ansprechpartner für den Ligabeauftragten des
DJB.
4.2.2 Regionalligatagung
Das für grundsätzliche Angelegenheiten zuständige Gremium ist die Regionalligatagung
des DJB. Es beschließt dieses Statut, das der Zustimmung der
Mitgliederversammlung bedarf und von dieser in Kraft gesetzt wird. Die Regionalligatagung
besteht aus den Gruppenreferenten/Ligabeauftragten, Ligareferent
DJB, Sportdirektor DJB, Vertreter des DJB-Präsidiums und Rechtsausschussvorsitzender.
Die Tagung wird vom DJB-Ligareferenten einberufen.
Die Zuständigkeit während einer laufenden Regionalliga liegt bei den jeweiligen
Gruppenligareferenten. In strittigen Angelegenheiten entscheidet der
Gruppenligareferent gemeinsam mehrheitlich mit der Liga-Exekutive.
4.2.3 Austritt
Im Falle des Austritts eines Vereins vor dem letzten Kampftag werden alle
Ergebniswertungen aus Kämpfen mit diesem Verein annulliert. Der ausgetretene
Verein steht als Absteiger fest.
4.2.4 Saison / Ausländer / EU-Bürger / Meldung
4.2.4.1 Die Liga-Saison beginnt zum 1. Januar und endet am 31. Dezember. Das
Aufstiegsturnier zur Regionalliga fällt unter das Regionalligastatut und zählt
zur Saison des nächsten Jahres. Die Kampftage der Regionalligen werden
von den Ligabeauftragten der einzelnen Gruppen für das darauf folgende
Wettkampfjahr festgelegt.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 36 von 50
4.2.4.2 In jedem Mannschaftskampf müssen mindestens fünf deutsche Kämpfer eingesetzt
werden.
Es können beliebig viele Ausländer/EU-Bürger gemeldet werden, die Mitglied
eines dem DJB angeschlossenen Vereins sind.
4.2.4.3 Für einen Verein kann während einer Saison nur eine Mannschaft in der Regionalliga
starten. Ein Judoka kann nur in einer Regionalligamannschaft starten.
Bis zum Meldetermin hat jeder Ligaverein dem zuständigen Sportreferenten
des Landesverbandes eine Aufstellung der Kämpfer einzureichen,
die er in der Liga einzusetzen beabsichtigt. Die Pass- und Mannschaftsstartlisten-
Kontrolle wird von dem jeweiligen Sportreferenten vorgenommen. Die
Mannschaftsstartlisten in dreifacher Ausfertigung und Doppelstartgenehmigungen
müssen spätestens eine Woche nach Meldeschluss dem zuständigen
Ligabeauftragten der Gruppe vorliegen. Die Regeln zur Meldung werden
vom Ligabeauftragten des DJB vorgegeben. Es sind nur offizielle Mannschaftsstartlisten
des Deutschen Judo Bundes e.V. zu verwenden. Der
Gruppenligareferent wird die nötigen Unterlagen den Vereinen rechtzeitig zusenden.
4.2.4.4 Meldeschluss regelt die Ligavereinbarung in den einzelnen Gruppen.
4.2.5 Mannschaften/Kampftage
4.2.5.1 Eine Mannschaft in der Regionalliga besteht aus sieben Kämpfern und zwar
jeweils einem pro Gewichtsklasse. In der Regionalliga gibt es keine Gewichtstoleranz.
Männer: -60 kg, -66 kg, -73 kg, -81 kg, -90 kg, -100 kg und über 100 kg
Frauen: -48 kg, -52 kg, -57 kg, -63 kg, -70 kg, -78 kg und über 78 kg
4.2.5.2 Die Regionalligen werden in einer einfachen Runde in Dreierturnierform
durchgeführt. Jeder Mannschaftskampf gilt als in sich abgeschlossen, sodass
die Mannschaften vor jedem weiteren Mannschaftskampf innerhalb der Veranstaltung
geändert werden können.
4.2.5.3 Vereine, die an dem Einsatz einer oder mehrerer Leistungsträger aufgrund
von Verpflichtungen der Leistungsträger durch Berufung des DJB in die Judo-
Nationalmannschaft für eine Wettkampfmaßnahme an einem Kampftag
gehindert sind, können schriftlich bei dem Ligabeauftragten Terminverschiebung
14 Tage (Post-/Fax-/Maileingang) vor dem nächsten Kampftag beantragen.
Die Liga-Exekutive kann nach Absprache mit den Vereinen und dem
Ressortleiter Kampfrichterwesen einen Ausweichtermin festlegen.
4.2.6 Veranstaltungsorganisation
4.2.6.1 Die reine Kampfzeit beträgt bei Männern und Frauen fünf Minuten.
4.2.6.2 Vor Beginn einer jeden Veranstaltung ist vom Hauptkampfrichter unter Hinzuziehung
der Mannschaftsvertreter eine Auslosung durchzuführen, die festlegt,
in welcher Reihenfolge die Wettkämpfe durchgeführt werden (Gewichtsklassenauslosung).
Vor Wettkampfbeginn rechnen die Kampfrichter mit dem
Ausrichter ab. Dieser sendet die Abrechnungen an den DJB und bekommt
sie von dort erstattet.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 37 von 50
4.2.6.3 Tritt ein Verein zu einem angesetzten Kampftag bis zur Beendigung der in
der Ausschreibung angegebenen Wiegezeit nicht an, so ist eine Strafe von
200,00 € fällig. Dieses Strafgeld wird dem ausrichtenden Verein erstattet.
Eine Mannschaft steht als Absteiger fest, wenn sie an zwei Kampftagen nicht
antritt. Die Kaution fällt komplett an den DJB. Alle Ergebnisse die mit dieser
Mannschaft erzielt wurden, werden annulliert.
Die Bewertung bei einmaligem Nichtantreten lautet: 0:2 Kampfpunkte, 0:7
Siegpunkte und 0:70 Wertungspunkte je Mannschaftskampf.
4.2.6.4 Der ausrichtende Verein hat dafür zu sorgen, dass eine ungestörte Durchführung
der Mannschaftskämpfe gewährleistet ist.
4.2.6.5 Die Kampffläche beträgt mindestens 7 x 7 Meter, die Sicherheitsfläche mindestens
3 Meter. Zwischen festen Gegenständen und Sicherheitsfläche
muss ein Abstand von wenigstens 0,5 Meter eingehalten werden.
4.2.6.6 Der ausrichtende Verein muss folgenden Personen/Institutionen mindestens
vier Wochen vor dem jeweiligen Kampftag eine Ausschreibung überlassen:
a. dem Ligabeauftragten der Gruppe
b. dem Ressortleiter Öffentlichkeitsarbeit und dem Ressortleiter Leistungssport
Männer/Ressortleiter Leistungssport Frauen der in der
Gruppe beteiligten Verbände
c. dem DJB
d. den Gastmannschaften
e. dem Ressortleiter Kampfrichterwesen der jeweiligen Gruppe in vierfacher
Ausfertigung
Wird die Ausschreibung nicht rechtzeitig verschickt, werden 10,00 € Strafe
fällig.
4.2.6.7 Ergebnismeldung: Die originalen Wettkampflisten müssen spätestens bis
Mittwoch nach dem Kampftag beim Ligabeauftragten der Gruppe eingegangen
sein.
Der Ligabeauftragte der Gruppe erstellt an Hand der Wettkampflisten die Tabelle,
die den Vereinen, dem DJB und dem Ligareferenten DJB per E-Mail
zugesandt wird.
Die Ergebnisse (Siege und Wertungen) sind unmittelbar nach Beendigung
der Begegnungen an den Ligabeauftragten der Gruppe per Telefon, Fax oder
E-Mail zu übermitteln. Erfolgt dies seitens der Vereine nicht, ist eine Strafe
von 50,00 € fällig.
4.2.6.8. Modus:
a. Es wird nach den IJF-Regeln gekämpft.
b. In der Regionalliga bestreitet der Ausrichter die beiden letzten Kämpfe.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 38 von 50
4.2.7 Bewertung
4.2.7.1 Für den siegreichen Kämpfer werden ein Siegpunkt und die Punkte für die
kampfentscheidende Wertung gutgeschrieben. Der Verlierer erhält keine
Punkte.
Tritt ein Kämpfer nicht an oder ist eine Gewichtsklasse nicht besetzt, so ist
der Kampf verloren (1/10 für die gegnerische Mannschaft).
Treten beide Kämpfer nicht an, ist eine Gewichtsklasse nicht besetzt oder
endet der Kampf unentschieden, ist das Ergebnis 0:0.
Tritt die gesamte Mannschaft nicht an, wird der Mannschaftskampf mit dem
höchsten Ergebnis als verloren gewertet (0/0:7/70). Das Zuspätkommen einer
Mannschaft (Eintreffen nach Wiegeschluss) wird wie Nichtantritt der gesamten
Mannschaft gewertet. Gegebenenfalls können Freundschaftskämpfe
ausgetragen werden, die aber nicht in die Tabelle einfließen.
4.2.7.2 Tabelle:
In der Tabelle werden in der 1. Spalte für den gewonnenen Mannschaftskampf
2:0 Punkte, bei Unentschieden 1:1 Punkte (es sind nur die Einzelsiege,
nicht die Wertungspunkte ausschlaggebend) und Niederlage 0:2
Punkte eingetragen. In der 2. Spalte stehen die Siegpunkte (gewonnene: verlorene
Kämpfe), in der 3. Spalte die Wertungspunkte (erzielte: abgegebene
kampfentscheidende Wertungen).
Für den Tabellenstand sind zuerst die positiven Punkte in Spalte 1, dann die
in Spalte 2 und dann die in Spalte 3 maßgebend.
4.2.7.3 Bewertung:
Bei Gleichstand in allen drei Bereichen nimmt die Mannschaft mit der besseren
Differenz bei Siegen und Niederlagen den höheren Tabellenrang ein. Bei
Gleichstand entscheidet die Differenz der Wertungspunkte. Besteht weiterhin
Gleichheit entscheidet der direkte Vergleich. Ergibt sich auch hier keine Differenz,
wird der gleiche Rang zweimal vergeben. Geht es um eine Entscheidung
bezüglich Aufstieg oder Abstieg wird eine neue Begegnung angesetzt
und das Heimrecht ausgelost.
4.2.8 Startrecht
4.2.8.1 Pässe und Mannschaftsstartlisten in dreifacher Ausfertigung werden von
dem zuständigen Sportreferenten des Landesverbandes kontrolliert und abgestempelt.
4.2.8.2 Die Doppelstarterlaubnis der Vereine wird vom Sportreferenten des Landesverbandes
kontrolliert.
4.2.8.3 Die kontrollierte und abgestempelte Mannschaftsstartliste wird den Vereinen
vom zuständigen Sportreferenten zugestellt. Diese Meldung kann auch an
den Ligabeauftragten der Gruppe delegiert werden.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 39 von 50
4.2.8.4 Die Mannschaftsstartberechtigung hat nur Gültigkeit im Zusammenhang mit
der Mannschaftsstartliste.
Wer dort von dem zuständigen Sportreferenten/Ligabeauftragten der Gruppe
nicht genehmigt wurde, ist nicht startberechtigt.
4.2.8.5 Kommt ein Kämpfer ohne Judo-Pass zur Waage, dann kann dieser zum Einsatz
kommen, wenn er
a. sich mit Personalausweis oder Führerschein ausweisen kann,
b. und in der kontrollierten Mannschaftsstartliste aufgeführt ist.
c. Es erfolgt ein Bußgeld von 15,00 €.
Der leitende Kampfrichter muss in diesem Fall in den Wettkampflisten hinter
dem Namen des Kämpfers den Vermerk "ohne Judo-Pass" machen,
damit dies von dem Ligabeauftragten der Gruppe nachbearbeitet werden
kann.
4.2.8.6 Kommt eine Mannschaft ohne Mannschaftsstartliste zur Waage, so hat der
leitende Kampfrichter dies auf den Wettkampflisten zu vermerken, die der Ligabeauftragte
der Gruppe anschließend anhand der Mannschaftsstartliste
überprüfen muss. In diesem Fall hat ein Bußgeld von 25,00 € zu erfolgen.
4.2.8.7 Jeder Judoka ist nur für einen Verein der Regionalliga mannschaftsstartberechtigt.
4.2.9 Werbung/Judogi
4.2.9.1 Hinsichtlich des Tragens oder der Anbringung von Werbeschriften und Rückennummern
auf Judogi, sowie sonstiger Werbemaßnahmen im Zusammenhang
mit Ligaveranstaltungen passt sich die Regionalliga den Werberichtlinien
der DJB-Bundesliga an.
4.2.9.2 Das Tragen von farbigen Judogi oder des roten Gürtels ist unter der Voraussetzung
erlaubt, dass alle Mannschaftsmitglieder einheitlich antreten.
4.2.10 Mannschaftsdoppelstart
Hat ein Judoka mehr als zwei Kämpfe in der Bundesliga absolviert, ist er ab
diesen Zeitpunkt für die Regionalliga gesperrt. Die Wettkampfbegegnung
wird zu null gewertet, wenn eine Mannschaft gegen diese Regelung verstößt.
Dieser Verstoß muss drei Wochen vor der Aufstiegsrunde zur Bundesliga
angezeigt werden. Anschließend ist eine Strafe ausgeschlossen.
4.2.11 Liga
4.2.11.1 Voraussetzung für die Regionalliga-Mitgliedschaft ist
a. die Qualifikation.
b. die schriftliche Anerkennung des Ligastatuts.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 40 von 50
c. die Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 250,00 € und die Zahlung
des Startgeldes in Höhe von 350,00 je Saison auf das Konto des
Deutschen Judo Bundes e.V. unter Angabe des Verwendungszwecks.
Die Höhe des Startgeldes in der Frauenregionalliga vermindert sich
auf 250,00 €, da immer nur zwei Kampfrichter vor Ort sind.
Diese Zahlungen müssen bis zum Meldeschluss vorliegen, sonst geht
das Startrecht verloren.
Hieraus werden die Kampfrichterkosten, Pokale, Medaillen und Verwaltungskosten
des Ligabeauftragten der Gruppe bezahlt.
4.2.11.2 Jeder Ligaverein hat seine mit dem Betrieb der entsprechenden Liga entstehenden
Kosten selbst zu tragen.
4.2.11.3 Tritt ein Verein nach Beginn der Saison aus der Regionalliga aus, so verfällt
die Kaution von 250,00 € zugunsten des Deutschen Judo Bundes. Entstehen
den Ausrichtern durch den Austritt dieses Vereins nachweisbare Kosten, so
ist ihnen der austretende Verein bis zur Höhe von jeweils 250,00 € zum
Schadensersatz verpflichtet. Ein Verein kann nach abgeschlossener Saison
und bis 1 Woche vor dem Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga straffrei aus der
Regionalliga austreten.
4.2.11.4 Der Regionalliga gehören neun Mannschaften an (Ausnahmen regelt der Ligabeauftragte).
4.2.11.5 Die Regionalliga wird an vier Wettkampftagen in Dreierturnierform (jeder gegen
jeden) durchgeführt.
Jeder Mannschaftskampf gilt in sich abgeschlossen, sodass die Mannschaft
vor jedem weiteren Mannschaftskampf einer Regionalliga-Veranstaltung geändert
werden kann.
4.2.11.6 Heimrecht:
Die drei bestplatzierten Vereine der letzten Regionalliga-Saison erhalten zwei
Heimveranstaltungen, unter ihnen werden die Losnummern 1, 3 und 8 ausgelost.
Die restlichen Mannschaften erhalten eine Heimveranstaltung, unter
ihnen werden die Losnummern 2, 4, 5, 6, 7 und 9 ausgelost.
Die Wettkampfpaarungen werden vor Beginn der Saison im Losverfahren
ermittelt.
4.2.11.7 Kampfpaarungen:
1. Kampftag
4-7, 1-7, 1-4 (Los-Nr. 1 Ausrichter)
2-5, 8-5, 8-2 (Los-Nr. 8 Ausrichter)
3-9, 6-9, 6-3 (Los-Nr. 6 Ausrichter)
2. Kampftag
2-3, 1-3, 1-2 (Los-Nr. 1 Ausrichter)
5-6, 4-6, 4-5 (Los-Nr. 4 Ausrichter)
8-9, 7-9, 7-8 (Los-Nr. 7 Ausrichter)
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 41 von 50
3. Kampftag
1-9, 5-9, 5-1 (Los-Nr. 5 Ausrichter)
6-7, 2-7, 2-6 (Los-Nr. 2 Ausrichter)
4-8, 3-8, 3-4 (Los-Nr. 3 Ausrichter)
4. Kampftag
1-6, 8-6, 8-1 (Los-Nr. 8 Ausrichter)
2-4, 9-4, 9-2 (Los-Nr. 9 Ausrichter)
5-7, 3-7, 3-5 (Los-Nr. 3 Ausrichter)
4.2.11.8 Wettkampftag:
Die Wettkämpfe der Regionalliga sollen jeweils an den festgesetzten Terminen
der Regionalliga stattfinden. Näheres regelt die Ligavereinbarung der
jeweiligen Gruppe.
Die Waagezeit beträgt 30 Minuten und beginnt eine Stunde vor Kampfbeginn.
4.2.11.9 Aufsteiger:
Die Erst- und Zweitplatzierten nehmen an der entsprechenden Aufstiegsrunde
zur 2. Bundesliga teil. Sollten der Erst- und/oder der Zweitplatzierte
auch in der Bundesliga mit einer Mannschaft vertreten sein, rücken entsprechend
ihrer Platzierung folgende Mannschaften nach.
Der Sieger der Aufstiegsrunde zur Bundesliga steigt in die nächste höhere
Liga auf.
Der weitere Aufstieg hängt vom Auf- und Abstieg der höheren Ligen ab.
4.2.11.10 Absteiger:
Die letztplatzierte Mannschaft steigt in die entsprechende untergeordnete Liga
ab. Sollte dies eine achtplatzierte Mannschaft sein, steigt sie nur dann ab,
sofern es zwei Aufsteiger gibt.
Der weitere Abstieg richtet sich nach dem Auf- und Abstieg der höheren Ligen.
4.2.11.11 Der Erstplatzierte der Aufstiegsrunde zur Regionalliga steigt in die Regionalliga
auf. Der weitere Aufstieg richtet sich nach dem Auf- und Abstieg der höheren
Ligen.
Vereine die schon mit einer Mannschaft in der Regionalliga vertreten sind,
dürfen nicht aufsteigen.
4.3 Durchführungspflicht
Sollten Verstöße gegen diese WO bei einer Bundes- oder Regionalligaveranstaltung
festgestellt werden, muss trotz Feststellung solcher Verstöße diese
Veranstaltung durchgeführt werden, es sei denn, es kann die Sicherheit
nicht durch kurzfristig eingeleitete Maßnahmen gewährleistet werden. Als
kurzfristig ist eine Stunde anzusehen. Weigert sich eine Mannschaft vor oder
nach dem Wiegen entgegen der Entscheidung der sportlichen Leitung, auch
im Falle eines Protestes, gegen eine oder mehrere Bundesliga-Mannschaften
anzutreten, verfällt die Kaution und hat den Ausschluss der betreffenden
Mannschaft des Bundesliga-Vereins zur Folge. Dieser Verein hat mit
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 42 von 50
dieser Mannschaft in einer Liga seines Landesverbandes neu zu starten. In
diesem Fall kommen die Sanktionen wie bei einem Nichtantritt der Mannschaft
zusätzlich zum Tragen.
4.4 Rechtswesen
4.4.1 Bei Verstößen gegen die Wettkampfordnung bzw. die Ligavereinbarung ist
Protest unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges an den DJB möglich.
4.4.2 Ein Protest muss vom sportlichen Leiter einer Veranstaltung auf der Wettkampfliste
als „Protestvorbehalt“, sowie auf dem Meldebericht des verantwortlichen
Hauptkampfrichters festgehalten werden, es sei denn, die
Gründe, die zum Protest führen, werden erst später bekannt.
4.4.3 Der Protest ist mit schriftlicher Begründung innerhalb von 10 Tagen nach
Kenntnisstand des Protestgrundes bei der DJB -Geschäftsstelle einzureichen
(Regionalliga: innerhalb von 14 Tagen an den Ligabeauftragten der Gruppe).
4.4.4 Im Falle des Protestes einer Bundesligamannschaft hat diese einen Vorschuss
auf die Kosten des Protestes in Höhe von € 1.000,-- innerhalb der
Protestfrist auf das Konto der DJB -Geschäftsstelle zu überweisen. Die durch
den Protest tatsächlich entstandenen Kosten sind im Rahmen einer Entscheidung
der unterliegenden Partei aufzuerlegen. Der Vorschuss auf die
Protestkosten ist bei einem Unterliegen zu verrechnen, bei einem Erfolg zurückzubezahlen.
Als Kosten sind die Reisekosten, die Tage- und Übernachtungsgelder,
die Porto- und Telefonkosten sowie sonstige Schreibauslagen
der für den Protest zuständigen Entscheidungsgremien des DJB anzusehen.
Auslagen oder Gebühren für Rechtsanwälte oder andere Berater eines Vereins
oder des DJB werden grundsätzlich nicht erstattet.
4.4.5 Bei aktuellen Streitigkeiten und Protesten während der laufenden Saison entscheiden
im Bereich der Bundesligen der Bundesligareferent, der Vertreter
des Präsidiums und der Rechtsberater als Dreier-Gremium (=Liga-Exekutive).
Im Bereich der Regionalligen entscheiden die Liga-Exekutiven der jeweiligen
Gruppe. Diese Entscheidungen sind den beteiligten Vereinen, dem zuständigen
Ligabeauftragten der Gruppe, dem Ligabeauftragten DJB und der DJBGeschäftsstelle
schriftlich mitzuteilen.
4.4.6 Bei Vorlage von wichtigen Gründen - wirtschaftliche Verhältnisse des Antragstellers,
allgemeine Bedeutung der Angelegenheit - kann von der Erhebung
eines Vorschusses oder von der Auferlegung der Kosten abgesehen
werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Liga-Exekutive.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 43 von 50
5. Anti-Doping-Bestimmungen
5.1 Die Anti-Doping-Bestimmungen (ADB)
sind Teil der Satzung des Deutschen Judo-Bundes e.V. (DJB).
5.2 Geltungsbereich
5.2.1 Die ADB des DJB gelten für den in dieser WO definierten Sportverkehr und schließen
alle Athleten, Trainer, Funktionsträger und sonstige beteiligte Personen ein.
Sie sind an den Regeln des IOC, der IJF und des DOSB ausgerichtet.
5.2.2 Die Athleten erkennen diese ADB durch Unterschrift in der Athletenvereinbarung
als verbindlich an und dokumentieren dadurch die Unterwerfung unter diese.
5.2.3 Durch Meldung zur Teilnahme an einem Wettkampf erkennen die Landesverbände,
die Vereine, die Athleten und deren Betreuungspersonal diese ADB als
verbindlich an und unterwerfen sich diesen.
5.3 Dopingbegriff
5.3.1 Doping ist der Versuch der Leistungssteigerung durch die Anwendung von Substanzen
der verbotenen Wirkstoffgruppen oder durch die Anwendung verbotener
Methoden (z.B. Blutdoping).
5.3.2 Die Liste der verbotenen Wirkstoffgruppen umfasst z.B. Stimulantien, Narkotika,
anabole Substanzen, Diuretika, Peptidhormone und Verbindungen, die chemisch,
pharmakologisch oder von der angestrebten Wirkung her verwandt sind.
5.3.3 Athleten können sich nicht auf Unklarheit berufen, wenn die Anwendung der Medikamente
ohne ärztliche Verschreibung erfolgt ist.
5.3.4 Die „Dopingdefinition der Medizinischen Kommission des IOC“ die in den „DOSBRahmenrichtlinien
zu Bekämpfung des Dopings“ in der jeweils gültigen Form veröffentlicht
ist, ist Bestandteil der ADB.
5.4 Anwendung aus medizinischen Gründen
Auch aus medizinischen Gründen dürfen die unter 5.3.2 genannten Doping-
Substanzen von Athleten/innen nicht eingenommen werden, sofern sie noch im
Wettkampf stehen. Ausgenommen sind Lokalanästhetika bei Verletzungen. Der
Arzt hat die Anwendung der sportlichen Leitung und dem Leiter der Doping-Kontrolle
unverzüglich mitzuteilen.
5.5 Verbot der Anwendung
5.5.1 Der Tatbestand des Dopings ist erfüllt bei
a. positivem Ergebnis der Dopingprobe
b. Verweigerung der Dopingprobe
c. Manipulation der Dopingprobe oder -Kontrolle durch den Athleten oder Dritte
mit Kenntnis des Sportlers
d. Nachweis des Blutdopings
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 44 von 50
5.5.2 Liegt ein Verstoß gemäß 5.5.1 vor, so wird dies als Verstoß gegen die ADB verfolgt
und geahndet.
5.6 Sanktionen gegen haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter
In den Arbeits-, Dienst- oder Honorarverträgen von haupt- oder nebenamtlichen
Mitarbeitern, die Athleten/innen im DJB betreuen, müssen folgende Bestimmungen
aufgenommen werden:
a. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jederzeit für eine dopingfreien Sport Sorge
zu tragen. Er erkennt dies als eine Hauptpflicht des Vertrages an.
b. Es wird zwischen den Vertragsparteien ausdrücklich vereinbart, dass ein Verstoß
gegen die ADB durch den Arbeitnehmer zur sofortigen fristlosen Kündigung
berechtigt.
c. Der Arbeitnehmer verstößt auch dann gegen die ADB wenn er Kenntnis von
Doping erhält und keine Maßnahmen ergreifen, das Doping zu verhindern.
d. Die DOSB Rahmenrichtlinien zur Bekämpfung des Dopings in der jeweils gültigen
Fassung sind Bestandteile der Verträge. Bei Änderung dieser Richtlinien
ist der Arbeitnehmer unverzüglich zu informieren und die Neufassung tritt an
die Stelle der vorherigen Fassung.
e. Es wird ausdrücklich vereinbart, dass der Arbeitnehmer für den Fall eines von
ihm zu vertretenden Verstoßes gegen die ADB eine Vertragsstrafe in Höhe eines
Nettomonatsgehaltes zu entrichten hat.
5.7 Zuständigkeiten
5.7.1 Das Präsidium des DJB beruft einen Anti-Doping-Beauftragten, der für alle Fragen,
die in einem Zusammenhang mit diesen ADB stehen, zuständig ist.
5.7.2 Der Anti-Doping-Beauftragte ist befugt, jederzeit und überall während und außerhalb
von Wettkampfveranstaltungen Doping-Kontrollen zu veranlassen.
5.7.3 Zuständig für die Durchführung von Doping-Kontrollen bei Wettkampfveranstaltungen
ist der Veranstalter. Die Kontrolle ist nach den Regeln des IOC und des
DOSB auszurichten. Entsprechende Institutionen bzw. Personen sind mit der
Durchführung der Doping-Kontrollen zu beauftragen.
5.7.4 Die Untersuchung der entnommenen Proben hat in einem vom IOC bzw. DOSB
anerkannten Analyse-Institut zu erfolgen.
5.8 Duldungspflicht
5.8.1 Athleten und deren Betreuungspersonal haben die Durchführung der Doping-Kontrolle
zu dulden.
5.8.2 Die Verweigerung, die Vereitelung oder die Manipulation der Doping-Kontrolle
steht der Feststellung einer Dopingsubstanz gleich.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 45 von 50
5.9 Untersuchung
5.9.1 Athleten, die Doping-Kontrollen zu dulden haben, müssen unter Aufsicht einer beauftragten
Person Urinproben abgeben.
5.9.2 Der zuständige Veranstalter bzw. sein Beauftragter übersendet die Urinprobe unverzüglich
an ein vom IOC bzw. DOSB anerkanntes Untersuchungsinstitut.
5.9.3 Das Untersuchungsinstitut untersucht die Urinprobe nach Dopingsubstanzen oder
nach Hinweisen, ob durch indirekte international anerkannte Verfahren die Einnahme
oder Anwendung von verbotenen Substanzen oder gleichstehende Dopingverstöße
nachgewiesen werden können.
5.10 Verfahren
5.10.1 Das Ergebnis eines positiven Dopingbefundes wird dem Anti-Doping-Beauftragten
mitgeteilt, der für die Einleitung eines Doping-Verfahrens zuständig ist.
5.10.2 Im Falle einer positiven Dopingprobe (A-Probe) wird der betroffene Sportler durch
das Präsidium sofort für alle Wettkämpfe und Lehrgangsmaßnahmen gesperrt.
Dies ist dem Sportler unverzüglich schriftlich mitzuteilen.
5.10.3 Der Athlet kann sich zu den Ergebnissen der Dopingprobe innerhalb von 21 Tagen
ab Zugang der Mitteilung äußern.
5.10.4 Die Untersuchung der B-Probe soll innerhalb von 21 Tagen nach Zugang der Ergebnisse
der A-Probe an den Athleten erfolgen. Der Termin wird vom Analyseinstitut
festgelegt. Der Athlet kann an dem Untersuchungstermin teilnehmen
und/oder eine Vertrauensperson seiner Wahl zuziehen.
5.10.5 Die Untersuchung der B-Probe ist nicht erforderlich, wenn der Athlet die Einnahme
der festgestellten verbotenen Substanz einräumt oder auf die Untersuchung verzichtet.
5.10.6 Ergibt die Analyse der B-Probe, dass kein Dopingverstoß vorliegt, so ist die Sperre
unverzüglich aufzuheben.
5.11 Strafen
5.11.1 Bei Verstößen gegen die ADB sind folgende Strafen auszusprechen:
a. im ersten Fall eine Wettkampfsperre bis zu 2 Jahren
b. bei nachgewiesenem Doping im Wiederholungsfall Wettkampfsperre
von bis zu 4 Jahren.
5.11.2 Die Sperre beginnt mit dem Tag der abgenommenen Dopingprobe.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 46 von 50
5.12 Entscheidung
5.12.1 Das Präsidium entscheidet auf Antrag des Anti-Doping-Beauftragten bei nachgewiesenen
Verstößen gegen die ADB über die Strafe.
5.12.2 Der Athlet kann gegen diese Entscheidung innerhalb von 21 Tagen nach Zugang
den Rechtsausschuss anrufen.
5.12.3 Der Rechtsausschuss prüft im Falle seiner Anrufung die Tatsachenfeststellung
und die Einhaltung der Verfahrensvorschriften.
5.13 Kosten
5.13.1 Die Kosten der ersten Untersuchung der Dopingprobe (A-Probe) trägt der Veranstalter
bzw. der Veranlasser. Alle weiteren Kosten des Verfahrens sind durch den
Athleten zu tragen, wenn ein positives Ergebnis der B-Probe erbracht wird.
5.13.2 Die Entscheidung des Präsidiums gem. 5.12 ist mit einer Kostenentscheidung zu
versehen.
6. Sanktionen
6.1 Allgemein
6.1.1 Verstöße gegen die Ordnungen des DJB können vom DJB mit Sanktionsmaßnahmen
geahndet werden.
6.1.2 Die sportliche Leitung hat Verstöße dem DJB schnellstmöglich nach Veranstaltungsende
mitzuteilen. Eine Auflistung der Verstöße ist der Ergebnisliste beizufügen.
6.1.3 Sanktionsmaßnahmen können gegen Einzelpersonen (Athleten, Betreuer, Trainer,
Kampfrichter, Funktionäre etc.), Vereine und/oder Landesverbände eingeleitet
werden.
6.1.4 Im Bereich der Bundesliga leitet die Liga-Exekutive oder der Bundesligaausschuss
Sanktionsmaßnahmen ein.
6.2 Sanktionsgründe
Sanktionsmaßnahmen können eingeleitet werden:
a. bei Verstößen gegen die Ordnungen des DJB
b. bei Verstößen gegen sportliche Grundsätze und bei unsportlichem Verhalten
c. bei Gefährdung oder Schädigung des Ansehens oder der Interessen des DJB
d. bei Beleidigung von Einzelpersonen, Vereinen oder Landesverbänden
e. bei unberechtigter Durchführung oder Beschickung von Veranstaltungen
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 47 von 50
6.3 Sanktionsmaßnahmen
6.3.1 Folgende Sanktionsmaßnahmen können eingeleitet werden:
a. Verweis
b. Geldbuße
c. Startverbot
d. Sperre auf Zeit
e. Hausverbot
f. Amtsausübungssperre
g. Punktabzug von Einzelkämpfen
h. Punktabzug von Mannschaftskämpfen
6.3.2 Geldbußen können zusätzlich zu einer anderen Sanktionsmaßnahme verhängt
werden.
6.4 Sanktionskatalog
6.4.1 Allgemeiner Sportverkehr
6.4.1.1 Fehlender gültiger Mitgliedsausweis an der Waage = € 25,--
Ein Start ist trotz fehlendem Mitgliedsausweis möglich.
Der Mitgliedsausweis ist innerhalb von 3 Tagen nach Ende
der Wettkampfveranstaltung bei der DJB-Geschäftsstelle
einzureichen (Einlieferungsbeleg!).
6.4.1.2 Unvollständige bzw. fehlerhafte Eintragungen im Mitgliedsausweis
bzw. keine Vorlage des Mitgliedsausweises
innerhalb der Frist: = € 100,--
Darüber hinaus kann eine Wettkampfsperre bis zu 3 Monaten
verhängt werden.
6.4.1.3 Start von Ausländern und Staatenlosen, die ihren Wohnsitz
nicht seit mindestens einem Jahr in Deutschland haben. = € 150,--
Dies führt zur Aberkennung der erreichten Platzierung und zu
einer Wettkampfsperre von bis zu einem Jahr.
6.4.1.4 Umgehung der Sperrfrist = € 100,--
Dies führt weiterhin zur Annullierung sämtlicher Wettkampfergebnisse
in der entsprechenden Zeit sowie zu einer Wettkampfsperre
von bis zu sechs Monaten.
6.4.1.5 Keine gültig geeichte Waage bei Wiegebeginn = € 250,--
6.4.1.6 Kein anwesender Arzt oder Rettungssanitäter = € 250,--
6.4.1.7 Nicht behebbare Mängel der Wettkampfstätte gem. WKO bis zu = € 500,--
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 48 von 50
6.4.1.8 Sportverkehr mit ausländischen Organisationen, die nicht
über ihren Dachverband der IJF angehören. = € 2.500,--
Zusätzlich erfolgt eine Wettkampf- und Teilnahmesperre
von bis zu einem Jahr.
6.4.2 Sonderregelung Liga
6.4.2.1 Bundesliga
6.4.2.1.1 Fehlende Mannschaftsstartliste = € 150,--
6.4.2.1.2 Informationspflichten/ Infos an
6.4.2.1.2. Verspätete Ergebnisübermittlung
- mehr als eine Stunde nach Wettkampfende = € 150,--
6.4.2.1.2 Verspätete Veröffentlichungen der Wettkampfliste
- später als 12:00 Uhr des Folgetages = € 150,--
- später als Mittwoch der Folgewoche per Fax an den DJB = € 25,--
6.4.2.1.2 Verspätete Veröffentlichungen der Ausschreibung
- bei 3 Wochen vor Kampftag = € 150,--
6.4.2.1.2 Verspätete Veröffentlichungen des Datums und der Uhrzeit
- bei 3 Wochen vor Kampftag = € 150,--
6.4.2.1.2 Wird den Informationspflichten auch nach Mahnung/Aufforderung
nicht nachgekommen, verdoppeln sich die vorstehenden Sanktionszahlungen
6.4.2.1.3 Nichtantreten eines Kämpfers pro Kampfbegegnung = € 250,--
Nichtantreten einer Kämpferin pro Kampftag
in der Liga Frauen = € 250,--
6.4.2.1.4 Verspätete Anreise zu einem Bundesligakampf = € 1.000,--
6.4.2.1.5 Nichtantritt zu einem Bundesligakampf = € 2.000,--
zusätzlich hat der nicht angereiste Bundesligaverein dem
Ausrichter die nachgewiesenen Schäden bis zu einem
Betrag von € 1.000,-- zu erstatten.
6.4.2.2 Regionalliga
6.4.2.2.1 Nichtantritt an einem Kampftag = € 200,--
6.4.2.2.2 Nichtantritt an einem weiteren Kampftag = € 200,--
und zusätzlich Verlust der Kaution und Zwangsabstieg
6.4.2.2.3 Verspätete Ausschreibung (siehe 4.2.6.6) = € 10,--
6.4.2.2.4 Verspätete Ergebnismeldung (siehe 4.2.6.7) = € 50,--
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 49 von 50
6.4.2.2.5 Verspätete Wettkampflisten (siehe 4.2.6.7) = € 50,--
6.4.2.2.6 Fehlender Mitgliedsausweis (siehe 4.2.8.5) = € 15,--
6.4.2.2.7 Fehlende Mannschaftsstartliste (siehe 4.2.8.6) =€ 25,--
6.4.2.2.8 Nichtbesetzen einer Gewichtsklasse pro Kampftag = € 50,--
6.4.2.3 Bei Ausfall einer Liga-Veranstaltung auf Grund festgestellter Mängel hat der
Veranstalter alle Kosten der Verschiebung der Veranstaltung zu übernehmen.
Zusätzlich können weitere Sanktionsmaßnahmen verhängt werden
6.4.2.4 Unsportliches Verhalten
Über Sanktionsmaßnahmen bei unsportlichem Verhalten vor, während und
nach Veranstaltungen entscheiden die jeweils Verantwortlichen gemäß 6.1.2
gegen Einzelpersonen gemäß 6.1.3 nach 6.3.
6.4.2.5 Weitere Verstöße
Bei weiteren Verstößen gem. 6.2 kann das DJB-Präsidium Sanktionsmaßnahmen
verhängen.
6.5 Bußgeld
Das Bußgeld ist nach schriftlicher Aufforderung durch den DJB innerhalb von 14
Tagen nach Zustellung auf das Konto des DJB zu überweisen. Erfolgt keine Zahlung
innerhalb des vorgenannten Zeitraumes, so wird der Betroffene (Einzelperson,
Verein oder Landesverband) bis zur Zahlung des Bußgeldes für alle Wettkampfmaßnahmen
gesperrt.
6.6 Rechtswesen
6.6.1 Jeder Betroffene kann innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnis der Sanktionsmaßnahme
schriftlich Protest unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges bei der
Geschäftsstelle des DJB einreichen.
6.6.2 Ein Protest während einer Wettkampfveranstaltung kann bei der sportlichen Leitung
eingereicht werden und wird von dieser zusammen mit deren Mitteilung über
den Verstoß beim DJB eingereicht.
6.6.3 Über den Protest entscheidet der vom DJB-Präsidium eingesetzte Sanktionsausschuss.
6.6.4 Für die Bundesligen gelten die Bestimmungen gemäß Teil 4 dieser WO.
6.7 Rechtsmittel
6.7.1 Gegen eine Entscheidung über Sanktionsmaßnahmen gemäß dieser WO kann
innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung der Entscheidung eine schriftlich begründete
Beschwerde beim Rechtsausschuss des DJB eingelegt werden.
6.7.2 Die Beschwerde hat, wenn eine Geldbuße verhängt ist, aufschiebende Wirkung.
Deutscher Judo-Bund e.V. – Wettkampfordnung – Seite 50 von 50
6.7.3 Der Rechtsausschuss entscheidet endgültig.
7. Schlussbestimmung
7.1 Diese WO tritt am 1.1.2000 in Kraft.
Geändert auf der MV 11./12.11.2000 in Coburg
Geändert auf der MV 20./21.10. 2001 in Potsdam
Geändert auf der MV 23./24.11.2002 in Gelsenkirchen
Geändert auf der MV 2003 in Lübeck
Geändert auf der MV 2004 in Bremen
Geändert auf der MV 19./20.11.2005 in Bad Homburg
Geändert auf der MV 04.11.2006 in Nürnberg
Geändert auf der MV 10.11.2007 in Hamburg
7.2 Mit Inkrafttreten der WO werden alle anderen bisherigen Ordnungen, die
den Sportverkehr geregelt haben, ungültig. Dies sind:
- die Sportordnung,
- die Jugendsportordnung,
- das Bundesligastatut.
- das Regionalligastatut
7.3 Die WO hat Vorrang vor Inhalten anderer Ordnungen, die ggfs. noch nicht geändert
bzw. angepasst worden sind. Im Zweifelsfalle entscheidet das DJB-Präsidium.