Kyu-Grade

1.Kyu (braun)

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

1. Kyu Prüfungsprogramm (braun)

Mindestalter: 14. Lebensjahr (Jahrgang)

 {quickdown:17}

Vorkenntnisse stichprobenartig
Grundform der Wurftechniken
(8 Aktionen)

Ashi-gurumaImage

oder O-gurumaImage

Ura-nage Imageoder Yoko-guruma (beidseitig)Image Te-guruma (beidseitig) Kata-gurumaImage Soto-maki-komiImage oder
Hane-maki-komiImage
Uki-otoshiImage
Grundform der Bodentechniken
(4 Aktionen)
Sankaku-osae-gatameImage Sankaku-gatame

Image

Sankaku-jime
Image
Kata-te-JimeImage    
Anwendungsaufgabe Stand
(6 Aktionen)
  • 3 dieser Techniken (außer Uki-otoshi) aus je 2 verschiedenen Situationen werfen
Anwendungsaufgabe Boden
(5 Aktionen)
Randori
(3 Randori a`3 min.)
  • 3 Randori mit verschiedenen Partnern
Kata
  • Nage-no-kata Gruppe Te-waza

    TE WAZA

     Uki-otshi
     Image
     Seoi-nage
     Image
     Kata-guruma
     Image

Erläuterungen zum Prüfungsprogramm des 1. Kyu (brauner Gürtel)

Ausbildungsschwerpunkte

  • Mit Erlangen des 1. Kyu sind die wesentlichen technischen Elemente des Grundlagentrainings vermittelt worden.
  • Die Wurftechniken erfordern von Uke eine sichere und selbstbewusste Beherrschung der Falltechniken, da der Fall bei einigen Wurftechniken sehr hoch (wie z.B. Ura-nage, Kata-guruma) und auch hart (z.B. Soto-maki-komi oder Te-guruma) sein kann.
  • Bei den Grifftechniken liegt das besondere Augenmerk auf Sankaku („Dreieck“) –Techniken, die sowohl als Haltegriff, als Würgegriff oder als Armhebel abgeschlossen werden sollen.
  • Mit der Anwendungsaufgabe Boden wird der für die Teilnahme an Wettkämpfen sehr wichtige Zusammenhang zwischen Stand- und Bodentechniken weiter verdeutlicht.
  • Standrandori soll als „freies Üben“ mit dosierten, angemessenen Widerständen praktiziert werden. Dabei sollen die Judoka möglichst viele Aspekte des „Judospiels Randori“ aufzeigen, ohne sich zu verabreden, sondern aus dem Gefühl heraus, eine sich anbietende oder geschaffene Situation angemessen und sinnvoll zu nutzen.
  • Das Üben der Nage-no-kata wird mit der 1. Gruppe Te-waza („Handtechniken“) abgeschlossen. Auch wenn es für die Prüfung zum 1. Kyu nicht zwingend notwendig ist, sollten die Judoka in der Lage sein, die drei bisher erlernten Gruppen auch hintereinander in der korrekten Reihenfolge zu demonstrieren.

Anmerkungen zu den Prüfungsfächern

1. Vorkenntnisse

Nur in ganz besonderen Fällen sollten die Prüfer Vorkenntnisse beurteilen. Das richtige (Fall-)Verhalten von Uke kann auch rückwirkend beurteilt werden. Vgl. dazu auch die Anmerkungen des 2. Kyu.

2. Grundform der Wurftechnik

  • Ura-nage, Yoko-guruma und Te-guruma können als Kontertechniken aber auch als direkte Angriffe sinnvoll demonstriert werden.
  • Ashi-guruma und O-guruma geben die Möglichkeit, den Kawaishi-Eingang („über Kreuz-Eingang) als weitere Eingangsbewegung zu studieren.
  • Kata-guruma kann sowohl als klassische Variante mit hohem Ausheben und auch als „Abtaucher“ mit niedrigem Abrollen vorgeführt werden.
  • Maki-komi Techniken müssen so eingeführt werden, dass der Fall von Uke durch Tori gut und sicher zu kontrollieren ist.

3. Grundform der Bodentechnik

  • Die Grundformen der Sankaku-Varianten können sich mit der Anwendungsaufgabe vermischen, weil eine Demonstration dieser Techniken fast immer sinnvoll aus Standardsituationen heraus erfolgt.
  • Kata-te-jime sollte auch in der Wettkampfvariante „Koshi-jime“ gezeigt werden können.

4. Anwendungsaufgabe im Stand

Im Unterschied zum Randori sollen bei der Anwendung konkrete Wurftechniken im „freien Üben“ gezeigt werden. Dabei soll diese „Randori ähnliche“ Anwendung durchaus auf vorheriger Absprache beruhen.

5. Anwendungsaufgabe am Boden

  • Im Übergang zum Boden sollen zwei Angriffe von Uke mit Würgegriffen gekontert werden. Dieser Übergang ist für einen fortgeschrittenen Judoka zwingend notwendig.
  • Auch Sankaku ist für den fortgeschrittenen Judoka ein „Muss“! Daher erklärt sich diese Anwendungsaufgabe.

6. Randori

Randori auf dieser Stufe sollten ein freies, spielerischen Üben mit „Kampfcharakter“ sein, das alle Möglichkeiten des Judo beinhalten kann, d.h. Angriffs-/ Verteidigungsverhalten kann durchaus misslingen. Dies gehört zu den Kernkompetenzen eines Braungurts.

7. Kata

Kata schult präzise verabredetes Üben. Jede Bewegung ist vorgegeben und bekannt. Daher kann ganz besonders das Timing, Abstimmung, Kooperation und Präzision der Wurftechniken bewertet werden. Die Form sollte richtig sein, auch wenn Verstöße gegen Details unberücksichtigt bleiben sollten.


Lexikon / neue japanische Begriffe

69. Ashi-guruma Beinrad
70. Hane-maki-komi „schnellendes“ Einrollen;
71. Kata-guruma Schulterrad
72. Kata-te-jime mit einer Hand würgen
73. Kawaishi-Eingang über Kreuz-Eingang
74. Koshi-jime „Hüftwürger“
75. Makikomi-waza „Einroll-/ Einwickeltechniken“
76. O-guruma großes Rad
77. Sankaku-gatame Dreiecks-Hebel
78. Sankaku-jime Dreiecks-Würger mit den Beinen
79. Sankaku-osae-gatame Dreiecks-Haltegriff
80. Shime-waza Würgetechnik
81. Soto-maki-komi äußeres Einrollen/Einwickeln
82. Te-guruma Handrad
83. Te-waza Handtechnik
84. Uki-otoshi Schwebesturz
85. Ura-nage Rückwurf
86. Yoko-guruma Seitrad

2.Kyu (blau)

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

2. Kyu Prüfungsprogramm (blau)

Mindestalter: 13. Lebensjahr (Jahrgang)

{quickdown:17}

Vorkenntnisse stichprobenartig
Grundform der Wurftechniken
(7 Aktionen)
Yoko-otoshi
(beidseitig)Image
Ashi-uchi-mataImage Utsuri-goshiImage Yoko-gake
(beidseitig)Image
Kata-ashi-dori oder Kuchiki-taoshi *
Grundform der Bodentechniken
(4 Aktionen)
Juji-jimeImage Hadaka-jimeImage Okuri-eri-jimeImage Kata-ha-jimeImage  
Anwendungsaufgabe Stand
(6 Aktionen)
  • 3 der oben genannten Techniken aus je 2 verschiedenen Situationen werfen
Anwendungsaufgabe Boden
(8 Aktionen)
  • Aus je 2 verschiedenen Standardsituationen Juji-jime, Hadaka-jime, Okuri-eri-jime und Kata-ha-jime anwenden (8 Aktionen)
Randori
(5 Randori a`2 min.)
  • Im Standrandori Wurftechniken gegen einen Partner, der eine extreme Haltung und/ oder eine extreme Auslage einnimmt, situativ und angemessen werfen.
  • Bodenrandori (auch unter Einbezug von Shime-waza)
Kata
  • Nage-no-kata Gruppe Ashi-waza

    ASHI WAZA

     Okuri-ashi-barai
     Image
     Sasae-tsuri-komi-goshi
     Image
     Uchi-mata
     Image
* hier darf auch eine beliebige andere Beingreiftechnik gezeigt werden

Erläuterungen zum Prüfungsprogramm des 2. Kyu (blauer Gürtel)

Ausbildungsschwerpunkte

  • Auch wenn Fallen als Prüfungsfach nicht mehr überprüft wird, muss dennoch in jeder Übungsstunde Fallen weiter geübt werden. Insbesondere die sichere und variable Beherrschung der Judorolle erleichtert das Erlernen von Würfen wie Yoko-otoshi, aber auch von Ashi-uchi-mata und Utsuri-goshi.
  • In dieser Ausbildungsstufe werden erstmals Beingreifer eingeführt. Sie können relativ oft und einfach im Aufwärmen als spezielle Fallschulung zum Rückwärtsrollen erprobt werden.
  • Am Boden liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem vielfältigen Erlernen von Würgetechniken. Dabei ist es wichtig, Wirkungsweise und Funktion von Würgegriffen präzise zu erläutern.
  • Standrandori wird auf dieser Stufe mit wettkampfnahen Verhaltensweisen angereichert, um schon im freien Üben sich auf extreme Haltungen bzw. extreme Auslagen einstellen zu lernen.

Anmerkungen zu den Prüfungsfächern

1. Vorkenntnisse

  • Vorkenntnisse sollten nur in solchen Fällen überprüft werden, wo sich aus der Prüfung heraus Zweifel an der sicheren Beherrschung von Grundlagen ergeben, die in vorhergehenden Stufen erlernt worden sein sollten, so z.B. die 2. Gruppe der Nage-no-kata aus der Stufe des 3. Kyu.
  • In allen anderen Fällen kann die Beurteilung der Vorkenntnisse vor allem im Bereich Fallen sich aus den allgemeinen Leistungen während der jeweiligen Prüfung ergeben.

2. Grundform der Wurftechnik

Bei der Demonstration der jeweiligen Grundform soll eine sinnvolle Kumi-kata gewählt werden. Eine Gefährdung von Uke durch eine unsichere bzw. nicht korrekte Wurfausführung darf nicht toleriert werden. Dies gilt besonders für Yoko-otoshi, Ashi-uchi-mata, Utsuri-goshi und Yoko-gake.
Die beiden Begriffe Kata-ashi-dori und Kuchiki-taoshi stehen stellvertretend für alle Beingreiftechniken.

3. Grundform der Bodentechnik

Es muss bei der Demonstration der jeweiligen technischen Grundform deutlich werden, wie die Wirksamkeit der Technik entwickelt wird. Dabei kann sich der Prüfer durchaus durch Nachfragen vergewissern.

4. Anwendungsaufgabe im Stand

  • Hier geht es im Wesentlichen darum, dass die entsprechenden Wurftechniken dynamisch und kontrolliert aus der Bewegung geworfen werden. Tori soll zunehmend selbständig eigene günstige Situationen schaffen.
  • Wie man diese Situationen unterschiedlich gestalten kann, wurde in den Erläuterungen zum 3. Kyu ausführlich beschrieben.

5. Anwendungsaufgabe am Boden

  • Es wird erwartet, dass die Judoka abwechselnd und spielerisch mit einem dosierten Widerstand die verlangten Würgetechniken aus Standardsituationen des Bodenkampfes entwickeln, dabei bieten sich vor allem Angriffe gegen die Bank oder Bauchlage sowie aus der eigenen Rückenlage an.
  • Es kann sinnvoll sein, bei diesem Prüfungsfach beide Judoka gemeinsam zu beurteilen.

6. Randori

Randori auf dieser Stufe sollte ein freies, spielerisches Üben sein. Die beim Randori übenden Judoka sollen

  • nicht verbissen gegeneinander kämpfen, sondern die gestellten Aufgaben im Stand und am Boden mit einem angemessenen Wechsel aus Anspannung und Lockerheit demonstrieren
  • nicht unbedingt mit jedem Ansatz zum Erfolg kommen, sondern auch durch korrektes Verteidigen (keine steifen Arme!) Fallen verhindern.

7. Kata

  • Für den 2. Kyu wurde die 2. Gruppe der Nage-no-kata „Ashi-waza“ (Fußtechniken) ausgewählt, weil zwei der drei zu demonstrierenden Techniken schon auf vorangehenden Ausbildungsstufen erlernt wurden.
  • Das Zeremoniell sollte in Ansätzen beherrscht werden; Abstriche bei der Ausführungsqualität sind durchaus zulässig.

 

Lexikon / neue japanische Begriffe

58. Ashi-uchi-mata Innerer Schenkelwurf mit Hilfe des Beins
59. Ashi-waza Fußtechniken
60. Hadaka-jime Freies Würgen, „nacktes“ Würgen
61. Juji-jime Kreuzwürgen
62. Kata-ashi-dori ein Bein greifen
63. Kata-te-jime Mit einer Hand würgen
64. Kuchiki-taoshi wörtl. „den morschen Baum fällen“ (Beingreifer)
65. Okuri-eri-jime Mit beiden Kragen würgen
66. Utsuri-goshi Hüftwechselwurf
67. Yoko-gake Seitliches Einhängen; seitlicher Körpersturz
68. Yoko-otoshi Seitsturz

3.Kyu (grün)

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

3. Kyu Prüfungsprogramm (grün)

Mindestalter: 12. Lebensjahr (Jahrgang)

{quickdown:17}

Vorkenntnisse stichprobenartig

Falltechnik

freier Fall
(beidseitig)
       
Grundform der Wurftechniken
(7 Aktionen)
Koshi-guruma (beidseitig)Image Ushiro-goshi (beidseitig)Image Hane-goshiImage Sumi-gaeshiImage Tani-otoshiImage
Grundform der Bodentechniken Ashi-gatameImage Image Ashi-garamiImage    
Anwendungsaufgabe Stand
(7 Aktionen)
  • Die fünf Wurftechniken aus je einer sinnvollen Situationen werfen
  • Wenn Uke sich durch Blocken verteidigt zwei frei wählbare Kombinationen ausführen
Anwendungsaufgabe Boden
(3 Aktionen)
3 unterschiedliche Techniken vom Stand zum Boden
  • als Folgetechnik nach einem missglückten Angriff von Uke,
  • als direkter Übergang (z.B. als Hikkomi-gaeshi) und
  • als Fortsetzung eines eigenen missglückten oder teilweise erfolgreichen Angriffs
Randori
(5 Randori a`2 min.)
  • Im Standrandori Wurftechniken in sinnvollen Kombinationen und als Konter nach Ausweichen oder Blocken werfen
  • Bodenrandori in Standardsituationen beginnen
Kata
  • Nage-no-kata Gruppe Koshi-waza

    KOSHI WAZA

     Uki-goshi
     Image
     Harai-goshi
     Image
     Tsuri-komi-goshi
     Image



Erläuterungen zum Prüfungsprogramm des 3. Kyu (grüner Gürtel)

Ausbildungsschwerpunkte

  • Nachdem in der vorhergehenden Ausbildungsstufe Blocken als Verteidigungsverhalten eingeführt worden ist, können in der Stufe des 3. Kyu weitere sich daraus ergebende Kontertechniken eingeführt werden
  • Die neuen Sutemi-waza (Selbstfalltechniken) erfordern eine Verfeinerung des Fallens nach vorne, was sich in der Einführung des freien Falls zu beiden Seiten widerspiegelt.
  • Auch wenn es sich aus den Anforderungen der Prüfungsinhalte nicht zwangsläufig ergibt, ist eine variable Ausweitung der Fähigkeiten im Bereich Kumi-kata („die Art, wie man greift“) zwingend notwendig
  • Mit den Anwendungsaufgaben wird weiter auf die komplexe Anwendung der Judotechniken in freien Situationen vorbereitet.
  • Der für die Teilnahme an Wettkämpfen sehr wichtige Zusammenhang zwischen Stand- und Bodentechniken wird mit der Anwendungsaufgabe Boden beispielhaft dargestellt.
  • Für das Randori werden die konkreten Vorgaben verringert, daher kann man es offener und freier durchführen.
  • Beim Einstieg in die Nage-no-kata soll „formelles Üben“ vermittelt werden als eine andere Art, Judo zu betreiben und zu verstehen.

Anmerkungen den Prüfungsfächern

1. Vorkenntnisse

Da das Prüfungsprogramm zum 3. Kyu als einziges alle acht Prüfungsfächer enthält, sollten Vorkenntnisse nur dann ein wenig eingehender überprüft werden, wenn es sich für das Gesamtbild der Prüfung als zwingend notwendig erweist.

2. Falltechnik

Die Demonstration des freien Falls kann (aber muss nicht!) vor allem bei Judoka ab 30 Jahren auch auf einer Weichbodenmatte toleriert werden.

3. Grundform der Wurftechnik

Koshi-guruma und Ushiro-goshi gehören zusammen, da das eine der Angriff ist, der durch die andere Technik gekontert wird. Kontern durch Ausheben soll man unbedingt beidseitig lernen.

  • Tani-otoshi ist als Konter eine sehr schwierige Technik. Es empfiehlt sich daher Tani-otoshi zunächst entweder als Angriff oder als antizipierten Konter einzuführen. Damit ist gemeint, dass man den Konter nicht über ein vorhergehendes Blocken einführt, sondern in den Angriff des Gegners hinein startet.
  • Sumi-gaeshi sollte mit normalem Griff (siehe aktuelle Wettkampfregel)gezeigt werden; in Ausnahmefällen (z.B. bei erfolgreichen Wettkämpfern) kann jedoch auch Yoko-sumi-gaeshi (mit einseitigem Diagonalgriff) akzeptiert werden

4. Grundform der Bodentechnik

Beide verlangten Armhebel lassen sich gut aus einer Kesa-gatame Position einführen.

  • Ukes Sicherheit muss durch dosierten Einsatz der Beinkraft gewährleistet sein.
  • Mit Ashi-garami ist ein Ude-garami mit Einsatz des Beines gemeint.

5. Anwendungsaufgabe im Stand

Situationen für das Anwenden der Wurftechniken sind: a) unterschiedliche Aktivitäten von Uke und/oder Tori (z.B. schieben, ziehen, heben, nach unten drücken etc.), b) unterschiedliche Bewegungsrichtungen (vor, rück, nach rechts, nach links, im Kreis rechts, im Kreis links), unterschiedliche Auslagen (Ai-yotsu, Kenka-yotsu), c) Wurf als direkter Angriff, als Konter, in einer Kombination sowie d) mit unterschiedlichen Griffen an Ärmel, Kragen oder anderen Teilen des Judogi.

6. Anwendungsaufgabe am Boden

Hier geht es darum, die drei grundsätzlich möglichen Übergange zum Boden mit je einem Beispiel aufzuzeigen. Beim direkten Übergang steht die Zieltechnik am Boden im Vordergrund, bei den beiden anderen die Handlungskette.

7. Randori

Randori auf dieser Stufe sollte ein freies, spielerischen Üben mit leichtem „Kampfcharakter“ sein. Die beim Randori übenden Judoka sollen

  • nicht mehr an vorgegebenen Bewegungsmustern festkleben, sondern die gestellten Aufgaben in Stand und Boden leicht und locker mit einem angemessenen Wechsel aus Anspannung und Lockerheit kämpferisch lösen

8. Kata

Als erste zu erlernende Gruppe wurde die 3. Gruppe Koshi-waza („Hüftwürfe“) der Nage-no-kata („Form des Werfens“) ausgewählt, weil die Wurftechniken dieser Gruppe in den vorhergehenden Stufen schon unterrichtet wurden. So können sich die Judoka ganz auf die spezifischen Anforderungen einer Kata (genaue Absprache, Art des Bewegens, spezielle Wurfausführung) konzentrieren.

 

Lexikon / neue japanische Begriffe

48. Ashi-garami Beugehebel mit Hilfe des Beins
49. Ashi-gatame Armstreckhebel mit Hilfe des Beins (auch des Knies)
50. Hane-goshi Hüftspringwurf, wörtl. „schnellender Hüftwurf“
51. Kata Form
52. Koshi-guruma Hüftrad
53. Nage-no-kata Form des Werfens
54. Sumi-gaeshi Ecken-Kippe
55. Tani-otoshi Talfallzug, „ins Tal stürzen“
56. Ushiro-goshi Hüftgegenwurf
57. Yoko-sumi-gaeshi Seitliche Ecken-Kippe