Kyu-Grade

7.Kyu (gelb)

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

7. Kyu Prüfungsprogramm (gelb)

Mindestalter: 8. Lebensjahr (Jahrgang)

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Falltechnik
(4 Aktionen)

rückwärts

  

seitwärts
(beidseitig)

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Judorolle beidseitig vorwärts mit Liegen-Bleiben oder Aufstehen

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Grundform der Wurftechniken
(7 Aktionen)

O-goshi
(beidseitig)Image

Uki-goshi
(beidseitig)Image
O-uchi-gari
(beidseitig)
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Seoi-otoshi
Grundform der Bodentechniken
(6 Aktionen)
Kesa-gatame
beidseitig
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Yoko-shiho-gatame
beidseitig
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Tate-shiho-gatameImage Kami-shiho-gatameImage
Anwendungsaufgabe Stand
(2 Aktionen)
  • Wenn Uke schiebt und/ oder vorkommt wirft Tori mit Uki-goshi oder O-goshi oder Seoi-otoshi
  • Wenn Uke zieht und/ oder zurückgeht wirft Tori O-uchi-gari
Anwendungsaufgabe Boden
(7 Aktionen)
  • Je 1 Befreiung aus den 4 Haltegriffen
  • Je 1 Angriff gegen einen in der Bankposition und einen in der Bauchlage befindlichen Uke mit Haltegriff beenden
  • 1 Wechsel von Haltgriff zu Haltegriff unter Ausnutzung der Befreiungsversuche von Uke
Randori
(3-5 Randori a`1 min.)
  • Bodenrandori beginnen, nachdem Uke nach einem Wurf eine korrekte Falltechnik gemacht hat

Erläuterungen zum Prüfungsprogramm des 7. Kyu (gelber Gürtel)

Ausbildungsschwerpunkte

  • Auf den grundlegenden Erfahrungen des 8. Kyu soll weiter aufgebaut werden
  • Fallen rückwärts aus dem Stand und nach einem Wurf seitwärts Landen soll intensiviert und durch die Judorolle ergänzt werden.
  • Kontrolliertes Werfen nach vorne und nach hinten soll ergänzt und beidseitig intensiviert werden; die Wurfideen „ausheben“, „sicheln“ und „rotieren lassen“ sollen beispielhaft so eingeführt werden, dass die „Wurfidee“ klar wird
  • Die Würfe sollen weiterhin überwiegend auf Ukes Aktion hin ausgeführt werden („Situationen nutzen“)

Anmerkungen zu den Prüfungsfächern

1. Falltechnik

Die Judorolle (Mae-mawari-ukemi) fällt nicht jedem gleichermaßen leicht. Daher kann sie mit Liegenbleiben in der korrekten Endposition oder mit Aufstehen gezeigt werden. Beides soll nur in der Grobform verlangt werden.

2. Grundform der Wurftechnik

  • Auf dieser Stufe sollte unbedingt der Wurf von O-goshi/Uki-goshi geübt werden, der zum 8. Kyu nicht geübt wurde. Beide Würfe sollten klar unterschieden werden.
  • Unter Seoi-otoshi verstehen wir eine mit breitem Stand ausgeführte Form des Ippon-seoi-nage. Dabei soll Tori mit der Zughand über Ukes Arm am Kragen greifen. So kann die Kraft leichter übertragen und enger Körperkontakt aufgebaut werden.

3. Grundform der Bodentechnik

Da die Haltegriffe prinzipiell beidseitig geübt werden, versteht es sich von selbst, dass dies auch für die Befreiungen gilt, auch wenn dies nicht unbedingt bei der Prüfung gezeigt werden muss.

4. Anwendungsaufgabe Stand

  • Für Würfe nach vorne bietet sich eine günstige Wurfgelegenheit, wenn sich das Lot von Ukes Körperschwerpunkt vor dessen Füssen befindet. Würfe nach hinten (z.B. O-uchi-gari) können gut angewendet werden, wenn Ukes Körperschwerpunkt (Hüfte/Gesäß) im Lot hinter Ukes Füssen ist.
  • Der Druck/Zug soll so stark erfolgen, dass Tori die Würfe technisch sauber ausführen kann.

5. Anwendungsaufgabe am Boden

  • Bei Befreiungen muss sich Uke so verhalten, dass Tori sich befreien kann.
  • Die Kunst bei allen Aufgaben am Boden besteht darin, den Widerstand so zu dosieren, dass Tori mit Anstrengung die gestellte Aufgabe lösen kann.
  • Wir unterscheiden: hohe Bank (auf Händen und Unterschenkeln), mittlere Bank (Unterarme, Unterschenkel, „Luft“ unter dem Bauch), niedrige Bank (ganz eng zusammengekauert), Bauchlage (flach gestreckt auf dem Bauch)

6. Randori

Es sollten ca. 4-6 kurze Randori durchgeführt werden. Dazu sind im Training allerdings höhere Umfänge notwendig, d.h. mehrere Randori mit längeren Übungszeiten. Im Randori werden immer beide Partner gleichzeitig und gemeinsam bewertet. Die beim Randori übenden Judoka sollen:

  • Das Bodenrandori jeweils durch eine korrekte Wurftechnik einleiten
  • nicht mit Uke gemeinsam zu Boden gehen, sondern erst Hilfe beim Fallen geben und dann den Haltegriff ansetzen; danach beginnt ein Randori von ca. 30 Sekunden Dauer; dann Rollenwechsel
  • nicht nur die Rolle von Tori demonstrieren, sondern auch ein guter (d.h. kooperierender/ kämpfender) Uke sein
  • sich nicht schablonenhaft, genormt, gelernt oder abgesprochen bewegen, sondern deutlich die Aufgaben von Tori (der versucht ernsthaft zu halten) und Uke (der versucht sich ernsthaft zu befreien bzw. nicht gehalten zu werden) bei der Anwendung von Bodentechniken herausstellen

Lexikon/neue japanische Begriffe

11. Ai-yotsu Gleicher Griff: rechts gegen rechts; links gegen links
12. O-uchi-gari Große Innensichel
13. Seoi-otoshi Auf den Rücken nehmen und hinunter stürzen: Schultersturz
14. Kesa-gatame Schärpen Haltegriff
15. Yoko-shiho-gatame Seitvierer; Vier-Punkte-Haltegriff von der Seite
16. Tate-shiho-gatame Reitvierer; auf dem Partner „reiten“ und halten; Vier-Punkte-Haltegriff von oben
17. Kami-shiho-gatame Kopfvierer; Vier-Punkte-Haltegriff vom Kopf her;
18. Mae-mawari ukemi Judorolle vorwärts (mit Liegenbleiben oder aufstehen)
19. Otoshi stürzen: Uke wird am Bein oder Fuß von vorne oder hinten blockiert und über diesen Block auf den Rücken oder nach vorne geworfen
20. Gari sicheln: ein belastetes Bein von Uke wird mit der Fußsohle/dem Bein von Tori weggerissen
Die Prüflinge sollten vor allem die Begriffe kennen, die zum Bestehen der Prüfung notwendig sind, z.B. die Namen der geforderten Judotechniken

8.Kyu (weiß-gleb)

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

8. Kyu Prüfungsprogramm (weiss/gelb)


Mindestalter: vollendetes 7. Lebensjahr

{quickdown:17} 
Falltechnik
(3 Aktionen)

rückwärts

 

seitwärts
(beidseitig)

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Grundform der Wurftechniken
(4 Aktionen)

O-goshi oder Uki-goshi (beidseitig)

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O-soto-otoshi (beidseitig)

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Grundform der Bodentechniken
(4 Aktionen)

Kuzure-kesa-gatame
(beidseitig)

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Mune-gatame
(beidseitig)

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Anwendungsaufgabe Stand
(2 Aktionen)
  • Wenn Uke schiebt und/oder vorkommt wirft Tori Uki-goshi oder O-goshi
  • Wenn Uke zieht und/oder zurückgeht wirft Tori O-soto-otoshi
Anwendungsaufgabe Boden
(2 Aktionen)
  • 2 unterschiedliche Verkettungen von kontrolliertem Werfen mit anschließendem Haltegriff und nachfolgender Befreiung von Uke
Randori
(3-5 Randori a`1 min.)
  • Aus dem Kniestand Bodenrandori beginnen; d.h. freies Kämpfen, um die erlernten Haltegriffe und Befreiungen zu erproben

Erläuterungen zum Prüfungsprogramm 8. Kyu (weiß-gelber Gürtel)

Ausbildungsschwerpunkte

  • Dem Judoanfänger soll ein motivierender Einstieg ermöglicht werden
  • Der Zusammenhang von Vertrauen und Verantwortung muss deutlich werden
  • Fallen nach hinten und seitwärts Landen zu beiden Seiten nach einem Wurf nach vorne
  • Kontrolliertes Werfen nach vorne und nach hinten zu beiden Seiten; nicht auf den Partner fallen; am Arm sichern und sicherer Stand auf beiden Beinen
  • Die Würfe auf Ukes Aktion hin ausführen („Situationen nutzen“)
  • Von Beginn an sollen die wichtigsten Techniken beidseitig geübt werden

Anmerkungen zu den Prüfungsfächern

1. Falltechnik

Werfen und Fallen sowie Halten und Befreien sollen zusammen unterrichtet und entwickelt werden; der Übungsleiter sollte zu jedem Wurf die geeignete Falltechnik vermitteln.

2. Grundform der Wurftechnik

  • Die beiden Partner müssen sich so verhalten (können), dass der andere Werfen/Fallen lernen kann; es ist also notwendig, das richtige Verhalten von Uke genauso auszubilden wie das von Tori; der verlangte Wurf kann auch „überdeutlich“ im Stand ausgeführt werden.
  • Unter O-soto-otoshi verstehen wir das Aufsetzen eines Beines von außen hinter einem Bein des Partners bei gleichzeitigem engen Kontakt der Schultern und der Körperseite; diese Technik ermöglicht es Kindern auf beiden Beinen stehend zu werfen und ihr eigenes Gleichgewicht zu bewahren, um so den Fall des Partners zu kontrollieren, was vor allem jüngeren Kindern bei einem O-soto-gari nicht gut gelingt

3. Grundform der Bodentechnik

  • Die Partner müssen die Technik korrekt demonstrieren und deutlich machen, dass sie mit der geforderten Technik Uke am Boden kontrollieren können
  • Wir nehmen Kuzure-kesa-gatame als Einstiegstechnik, weil bei diesem Griff unter Arm und Schulter statt um den Nacken gefasst wird; viele Judo-Anfänger erleben das Einklemmen des Kopfes („Schwitzkasten“) als schmerzhaft und bedrohend für ihren Nacken

4. Anwendungsaufgabe Stand

  • In dieser Ausbildungsstufe sollen Würfe nach vorne und nach hinten aus der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung von Uke ausgeführt werden
  • Der Zug/ Druck von Uke soll so stark erfolgen, dass Tori die Aktion gut übernehmen kann

5. Anwendungsaufgabe am Boden

Werfen und Fallen soll mit Halten und Befreien verbunden werden, damit der Anfänger einen Überblick über die technischen Möglichkeiten des Judo erhält. Es wird erwartet, dass die Partner angemessen kooperieren.

6. Randori

  • Die einzelnen Bodenrandori sollten nicht länger als eine Minute dauern, die Gesamt-Prüfungszeit nicht viel mehr als 5 Minuten. Dazu sind im Training allerdings höhere Umfänge notwendig, d.h. mehrere Randori mit längeren Übungszeiten.
  • Die beim Randori übenden Judoka sollen
    - sich nicht als Sieger und Besiegte fühlen, sondern wissen, dass beide durch das Studium der Judotechniken aus der Bewegung gewinnen
    - nicht mit maximalem Kraftaufwand und völlig verbissen kämpfen, sondern sich mit viel Bewegung „spielerisch balgen“

 

Lexikon/neue japanische Begriffe

1. Kuzure-kesa-gatame Variante des Schärpen-Haltegriffs
2. Mune-gatame Brust-Haltegriff, Variante des Yoko-shiho-gatame
3. O-goshi großer Hüftwurf
4. O-soto-otoshi großer Außensturz
5. Randori freies Üben
6. Rei Gruß
7. Tori derjenige, der die Aktion macht (wörtlich Greifer)
8. Uke derjenige, an dem die Aktion gemacht wird (wörtlich. Nehmer)
9. Ukemi Falltechnik
10. Uki-goshi Hüftschwung

Die Prüflinge sollten vor allem die Begriffe kennen, die zum Bestehen der Prüfung notwendig sind, z.B. die Namen der geforderten Judotechniken.

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