Technik

Kensetsu Waza

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

Kensetsu-waza                       Hebeltechniken

Die Hebeltechnik dient dazu, Gelenke des Gegners anzugreifen, um uke durch den bei der Ausführung der Griffe entstehenden Schmerz zur Aufgabe zuzwingen. Im sportlichen Kampf darf nur das Ellenbogengelenk(und in Verbindung damit das Schultergelenk) angegriffen werden. Im Ernstfall würde der Arm an seiner schwächsten Stell - am -Gelenk - verrent.
Man kennt Streckhebel = Ude-hishigi-gatame (Überdehnung des Gelenks entgegen der natürlichen Beugerichtung) und Beugehebel = Ude-garami (Verdrehung des Gelenks nach innen oder außen).
Tori soll einen Hebel zwar blitzschnell ansetzen, darf diesen aber nur relativ vorsichtig "anziehen". Anfänger sollten, sowie sie einen Schmerz fühlen, sofort duchr lautes "Haltrufen" oder kräftiges "Abklopfen"  mit der Hand und/oder dem Fuß aufgeben. Tori muss den Griff augenblicklich lösen. 
Während man bei den Beugehebeln (Ude-garami) auf eine weitere Unterteilung verzichtet, teilt man die Streckhebel (Ude-hishigi-gatame) je nachdem wie und mit welchen Körperteil Tori den Hebel anzieht, in 6 Gruppen ein:
Aus:Die JUDO Bodentechniken / KATAME-Waza von Weinmann 
 

Ude-hishigi - einen gestreckten Arm angreifen...

 

Juji-gatame 

mit der Leistengegend (etw im rechten Winkel zum Gegener liegend,
Ukes Arm zwischen den eigenen Oberschenkeln einklemmen)
  • Nami-juji-gatame
    • Leistenstreckhebel
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  • Kami-juji-gatame
  • Gyaku-juji-gatame
    • umgekehrter Leistenstreckhebel
  • Yoko-juji-gatame
    • (= Yoko-ude-hishigi)
  • Othen-gatame
    • Rollbankhebel
  • Sankaku-gatame
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Ude-gatame

mit beiden Händen am Ellenbogen 
  • Nami-ude-gatame
    • Drechstreckhebel
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  • Mune-ude-gatame
    • (= Mune-gyaku)
  • Gyaku-ude-gatame
    • (= Udehishigi-henkawaza)
    • umgekehrter Drehsteckhebel
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  • Hiza-maki-komi
  • Kuzure-hiza-maki-komi

Aschi-gatame

 Mit Hilfe eines oder beider Beine
  • Ashi-gatame
    • Beinstreckhebel
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  • Hiza-gatame
    • Kniestreckhebel
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  • Kami-hiza-gatame
  • Yoko-hiza-gatame
  • Ryo-hiza-gatame
    • Doppelter Kniestreckhebel
  • Kesa-ashi-gatame
    • Schärpenstreckhebel
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Hara-gatame

mit dem Bauch 
  • Hara-gatame
    • Bauchstreckhebel
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  • Gyaku-hara-gatame
    • Umgekehrter Bauchstreckhebel
  • Kuzure-hara-gatame

Waki-gatame

mit einer Körperseite (Ukes Arm unter die eigene Achsel klemmend)
  • Waki-gatame
    • Achselstreckhebel
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  • Gyaku-waki-gatame
    • umgekehrter Achselstreckhebel

Kannuki-gatame

durch Verriegeln der Arme

  • Kannuki-gatame
    • Riegelstreckhebel
  • Gyaku-kannunki-gatame
    • umgekehrter Riegelstreckhebel
  • Mune-kannuki-gatame
  • Kami-shiho-kannuki-gatame
  • Ryo-kannuki-gatame
    • Doppelter Riegelstreckhebel
  • Kuzure-kannuki-gatame


Ude-garami - einen gebeugten Arm angreifen...

 

 Ude-garami

durch verriegeln mit den Händen
  •  Nami-ude-garami
    • Armbeugehebel
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  • Gyaku-ude-garami
    • (= Ude-garami-henkawaza)
    • umgekehrter Armsteckhebel
mit Hilfe eines Beines
  • Ashi-garami
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  • Kesa-garami
    • Schärpenbeugehebel
  • Gyaku-gesa-garami
an einer Körperseite (Ukes Arm unter die eigene Achsel klemmend)
  • Waki-garami
  • Gyaku-waki-garami 
über den Bauch 
  • Hara-garami

Shime Waza

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

Shime-waza                        Würgetechniken

Das Ziel dieser Gruppe besteht darin, den Gegner durch Druck auf die Halspartie zur Aufgabe zu zwingen. Mit Hilfe von Judogi, Unterarm oder Bein werden hauptsächlich die seitlichen am Hals liegenden großen Blutgefäße, aber teilweise auch indirekt Kehlkopf, Luftröhre oder Genick angegriffen.
Durch starken Druck auf diese Blutgefäße kann die Zufuhr von arteriellem Blut zum Gehirn bzw. der Abtransport des venösen Blutes soweit vermindert werden, dass schlagartig Bewusstlosigkeit eintritt. Die Luftzufuhr wird dabei im allgemeinen kaum behindert. Ein direkter Angriff des Kehlkopfes ist ebenso wie Würgen mit den Fingern oder Verbiegen des Genicks nach hinten Verboten.
Im Judokampf versucht man zwar, einen Würgegriff "auszuhalten", lässt sich aber nicht bis zur Bewusstlosigkeit würgen, sonder klopft rechtzeitig kräftig mit Händen und/oder Füßen ab. Das bei Armhebeln durchaus zweckmäßige "Halt rufen" ist bei Würgegriffen unzureichend, weil man durch die Bemühungen des Partners meist nicht mehr rufen kann.
Man unterscheidet sieben Würgegriff-Gruppen, die teils nur mit Unterarm oder Unterschenkel, teils mit Hilfe von Ukes Judogi ausgeführt werden.
Aus:Die JUDO Bodentechniken / KATAME-Waza von Weinmann 
 

Juji-jime

Würgen durch kreuzen der Unterarme (Ukes Judogi mit beiden Händen erfassen)
  • Nami-juji-jime
    • (=Naribi-juji-jime)
    • Kreuzwürgen
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        Daumen innen / Finger außen

  •  Gyaku-juji-jime
    • umgekehrtes Kreuzwürgen
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        Finger innen / Daumen außen

  • Kata-juji-jime
    • Mischkreuzwürgen
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  • Tomoe-jime
    • Kreiswürgen
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        1.Hand: Daumen innen / 2.Hand Finger innen

  • Sode-guruma
    • Ärmelrad
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Okuri-eri-jime

Würgen durch zuziehen (Ukes Revers mit beiden Händen erfassen)
  • Okuri-eri-jime
    • Kragenwürgen
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  • Gyaku-okuri-eri-jime
    • umgekehrtes Kragenwürgen
  • Koshi-jime
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Kata-ha-jime

Würgen durch verriegeln (von hinten, unter Festlegung von Ukes Schultergelenk)
  • Kata-ha-jime
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  • Kaeshi-jime
  • Gyaku-kaeshi-jime
  • Othen-jime
    • Rollbankwürgen

Hadka-jime

Ohne Zuhilfenahme von Ukes Judogi würgen
  • Hadaka-jime
    • Schränkwürgen
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  • Ushiro-jime
    • Freies Würgen
  • Sankaku-jime
    • Dreieckswürgen
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Ryote-jime

Parallelgriffwürgen (Ukes mit beiden Händen erfassen)
  • Ryote-jime
    • (= Eri-jime)
    • Doppelristwürgen
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  • Maki-komi-jime
    • Drehwürgen
  • Kami-shiho-ryo-te-jime
    • (= Kakae-jime)
  • Kensui-jime
    • Fallristwürgen

Katate-jime

hauptsächlich mit einer Hand würgen
  • Kata-te-jime
    • Einhandwürgen
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  • Tsuki-komi-jime
    • Stützwürgen
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  • Ebi-jime
    • Krebswürgen
  • Hasami-jime

Ashi-jime

Würgen unter Zuhilfenahme eines oder beider Beine
  • Ashi-jime
    • Beinwürgen
  • Kagato-jime
    • Fußwürgen
  • Kensui-jime
  • Kami-shiho-ashi-jime
  • Kata-jime
    • Halsschere

Osae Komi Waza

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

Osae-komi-waza                        Haltetechniken

 Das  Ziel dieser Griffe besteht darin, den Gegner im Judokampf 20 Sekunden (Waza-ari) oder noch besser 25 Sekunden (Ippon) auf dem Rücken oder der Seite liegend so fest zu halten, dass er in seiner Bewegungsfreiheit behindert ist, nicht aufstehen kann  und sich unter Toris Kontrolle befindet.
Wenn der Gegner auf dem Rücken liegt, kann man ihn beim Judo aus folgenden Richtungen angreifen und festhalten:
    a) an Ukes rechter oder linker Körperseite
    b) von Ukes Kopf her 
    c) über Uke liegend
Nach der anzahl der Hauptberührungspunkte des Haltenden mit der Matte unterscheidet man zwei Haltegriffstellungen:
    Dreierposition        Kesa-gatame
    Viererpositon        -shiho-gatam (shiho jap. = Vier)
Daraus folgen die Einteilung der Haltetechniken in vier Gruppen.
Aus:Die JUDO Bodentechniken / KATAME-Waza von Weinmann 
 

Kesa-gatame

Neben dem Gegner ihm eine Körperseite zuwendend - liegend oder kniend halten
  • Hon-gesa-gatame
    • Schärpe

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  • Kuzure-gesa-gatame
    • Variierte Schärpe

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  • Gyaku-gesa-gatame
    • (=Ushiro-gesa-gatame)
    •  umgekehrte Schärpe

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  • Makura-gesa-gatame
    • (=Kashira-gatame)
    • Kissenschärpe

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  • Kata-gatame
    • Schulterschärpe

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  • Uki-gatame

Yoko-shiho-gatame

Bächling neben dem gegner liegend oder kniend halten
  • Yoko-shiho-gatame
    • Seitvierer
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  • Kuzure-yoko-shiho-gatame
    • variierter Seitvierer
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  • Kata-osae-gatame
    • Doppelseitvierer
  • Mune-gatame
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Kami-shiho-gatame

Bächlings hinter dem Gegner liegend oder kniend halten
  • Kami-shiho-gatame
    • Oberer Vierer
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  • Kuzure-kami-shiho-gatame
    • variierter oberer Vierer
  • Kami-sankaku-gatame
    • Oberer Armvierer
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  • Ura-shiho-gatame

 

Tata-shiho-gatame

Über dem Gegner liegend oder kniend halten
  • Tate-shiho-gatame
    • Reitvierer
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  • Kuzure-tate-shiho-gatame
    • Variierter Reitvierer
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  • Tate-sankaku-gatame
    • Klammerreitvierer

 

Andere

  • Englischer Festhalter
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